Sie finden Aufräumen total unsexy? Kann ich verstehen.

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Sie möchten einmal aufräumen und dann soll es bitte schön so bleiben?

Falls Ihnen diese Vorstellung gefällt, Sie aber grad überhaupt keinen Plan haben, wie das ausgerechnet für Sie möglich sein soll und das erst noch dauerhaft: Ich kenne Techniken, die funktionieren auch für Sie.

Haben Sie den kleinen Papierflieger in meinem Logo gesehen? Mein Grafiker meinte dazu: “Weisst, du, der steht für das luftig-leichte Gefühl im Bauch, wenn alles seinen Platz gefunden hat.”

Falls Sie befürchten, eine solche Unordnung wie bei Ihnen zuhause oder ein Büro, das so wenig organisiert ist, hätte ich noch nie gesehen, es sei quasi Hopfen und Malz verloren: Mir ist in den vergangenen sechs Jahren noch kein einziger hoffnungsloser Fall begegnet. Sie müssen nicht wissen, wie das gehen soll, dafür haben Sie mich. Was Sie brauchen, ist jemanden an Ihrer Seite, der Sie unterstützt, Sie motiviert und Ihnen Schritt für Schritt zeigt, wohin Ihre Reise geht. Ihnen hilft, sich zu entscheiden. Die schon längst fällige Ruhe und Übersicht wieder in Ihre Welt bringt.

Eines weiss ich heute schon: Sie werden ein Lächeln im Gesicht tragen. :-)
Das fühlt sich gut an. Und wirkt extrem attraktiv.

Freuen Sie sich auf ein entschlacktes Leben ohne Reue! Wenn Sie das erste Mal erfahren durften, wie leicht es sich anfühlt, wenn die ganze Anspannung wie ein 1000 kg-Brocken von Ihnen abfällt. Das lässt sich kaum beschreiben. Stellen Sie es sich als Event vor, Ihr ganz persönliches kleines Fest, im vertraulichen Rahmen, liebevoll für Sie arrangiert. Mit ganz vielen spannenden Geschenken, die Sie eines nach dem anderen auspacken – es gehören alle Ihnen.

Sie möchten noch kein Coaching buchen? Abonnieren Sie doch einfach mal meinen Blog, der liefert Ihnen leicht verdauliche Häppchen zur Inspiration. Sie finden oben rechts auf dieser Seite neben dem ersten Eintrag ein Anmeldefenster. So gehen Sie sicher, dass Sie keinen hilfreichen Beitrag verpassen.

Finden Sie heraus, ob ich der richtige Coach für Sie bin.

Wie ein Stewi mein Leben veränderte.

Stewi

Mit 20 war mir, abends um 23 h, als ich beschwingt von einem Treffen mit meinen Kollegen nach Hause kam, plötzlich sonnenklar, so konnte es nicht weitergehen. Wie so oft fühlte ich mich mehr wie beim Verhör auf dem Polizeiposten als im elterlichen Zuhause. Wieso kommst du so spät? Wo warst du? Mit wem? Warum hast du nicht angerufen? Wir hätten dich abgeholt. Du bist doch nicht etwa per Anhalter gefahren? Diese und ähnliche knackige Fragen prasselten ungebremst auf mich ein. Meine gute Laune war wie weggeblasen.

Eine eigene Wohnung musste her! Und kurz darauf zog ich um in eine schnucklige 2-Zimmerwohnung mit Sitzplatz, in einem Sicherheitsabstand von einigen Kilometern. Es fühlte sich gigantisch an, keiner redete mehr drein, der ganze Platz gehörte mir allein, ich konnte am Wochenende aufstehen wann ich wollte und ins Bett, wenn es mir gerade passte oder auch nicht oder gar auswärts nächtigen. Das war ganz nach meinem Gusto. Dumm nur, dass wenn ich morgens vor dem Kühlschrank stand, dieser mich genau so angähnte, wie ich ihn – vor Leere. Ok easy, ich kaufe mir ein Gipfeli auf dem Weg zur Arbeit.

Schnell duschen und dann die grosse Frage einer 20-Jährigen: Was ziehe ich heute an? Die Frage klärte sich erstaunlich rasch: Es standen lediglich drei Sorten Kleider zur Auswahl: Die dreckigen im Wäschekorb, die ungebügelten in einer Zaine und die seit Wochen auf dem Stewi hängenden (ebenfalls ungebügelt). Fehlanzeige: Also hurtig, ein Blüschen aufrüschen.

Nach einem anstrengenden Tag kam ich total fertig nach Hause, endlich keiner mehr, der etwas von mir wollte. In den Kühlschrank schaute ich erst gar nicht. Glücklicherweise hatte ich mich mit einer Kollegin auf eine Pizza verabredet. Die wollte mich zuhause abholen und meine neue Wohnung anschauen. Ich fand die Idee weit weniger prickelnd, denn nebst dem Stewi dekorierten noch allerhand andere Dinge meine kleine Wohnung, die nicht einladend wirkten. Die Kollegin würde in 20 Minuten an der Türe läuten, da half nichts, ich musste wie früher alles zusammenklauben und kurzerhand im Kleiderschrank parken, den sie ja hoffentlich nicht von innen sehen wollte. Das dreckige Geschirr der letzten Tage stapelte sich wild auf dem Schüttstein. Staubsagen wäre auch angesagt gewesen und das Badezimmer hätte auch gerne mal was anderes als nur Wasser, Shampoo und Duschgel gesehen. Dafür blieb keine Zeit. Meine schmucke kleine Oase würde heute nicht brillieren und ich war enttäuscht, von mir. Und ich wunderte mich, wie das vorher alles wie durch Zauberhand geschehen war. Immer saubere, gebügelte Kleider, alle Spuren, die ich in der Wohnung meiner Eltern hinterlassen hatte, waren nach kurzer Zeit verschwunden. Ein scheuer Hauch von Dankbarkeit zeigte sich. So konnte es nicht weitergehen. Ich fühlte mich in meinen eigenen Wänden nicht mehr wohl.

Ich besuchte ein Coaching bei einer NLP-Therapeutin zu einem ganz anderen Thema. Ich gab ihr die neue Adresse an und sie freute sich sichtlich für mich, dass ich als überbehütetes Mädchen den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt hatte. Sie merkte mir sofort an, dass etwas nicht stimmte und fragte nach. Ich erzählte ihr zögernd, dass ich nachts ohne Licht nicht einschlafen konnte, da ich noch nie zuvor eine Nacht alleine verbracht hätte. Mein damaliger Freund leistete mir oft Gesellschaft, am Morgen nervte er aber meist ziemlich und da waren plötzlich zwei, die ein Frühstück wollten – und …. Sie ahnen es …

Sie bat mich um weitere Beispiele, da fiel mir der Stewi ein, der wochenlang im Wohnzimmer herumlungerte und mir den Platz versperrte. Sie gab mir darauf hin eine Hausaufgabe bis zur nächsten Woche. Ich durfte jeden Abend nur eine Sorte Kleider abhängen: Slips, Socken, T-Shirts. Und egal, ob es davon nur ein Stück hatte, ich musste aufhören, so bald nichts mehr von der gleichen Sorte mehr dran hing. Da ich mit 20 noch etwas schüchterner war, getraute ich mich nicht, ihr zu sagen, wie bescheuert ich diese Idee fand. Ich zwang ich zur gemässigteren Variante und fragte:  “Und wofür soll das gut sein?”. Sie schmunzelte und meinte, ich sollte es doch einfach mal ausprobieren und nächste Woche berichten.

So stand ich nun – pflichtbewusst und kopfschüttelnd – vor meinem voll belegten Stewi und bewältigte brav die Kategorie Socken. Nach einer Woche war der Stewi leer und ich konnte ihn das erste Mal, seit ich einzogen war, versorgen. Feine Sache, dachte ich erfreut. Und natürlich wäre es effizienter gewesen, gleich alles am Stück zu versorgen, die vergangenen Monate hatten mir lebhaft bewiesen, dass dies ganz einfach nicht passieren würde. So war eine Woche Stewi statt drei ein kleiner Erfolg. Und ein Schritt in die richtige Richtung.

Was möchte ich damit sagen: Wenn Ihnen das eine oder andere Beispiel bekannt vorkommt und Sie sich einfach nicht aufraffen können, das längst Notwendige anzupacken, überlegen Sie sich mal, mit einer kleinen Einheit zu beginnen. Nicht Wohnung, nicht Zimmer, nicht Schrank, nicht Zügelkiste. Bleiben wir beim Alltäglichen: Dem Stewi. Und wenn Ihr Anlasser streikt, bin ich gerne Ihr Starthilfekabel. Sie werden sich wundern, was das für Energien frei setzt.

Stewi = Wäschetrockner (siehe Bild)

Sie haben einen Wunsch frei.

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Gehen wir mal davon aus, dass Sie gerne etwas aufgeräumter wären. Und nehmen wir weiter an, ich hätte etwas in meinem Angebot, das Sie total umhaut. :-)

Was könnte Sie aus der Reserve locken, damit Sie sofort zuschlagen und wissen: Das muss ich haben! Darauf habe ich gewartet! Das passt genau zu mir!

Ich bin gespannt auf Ihre Inspirationen, gerne auch per Mail. Denn ich mache das ja nicht (nur) für mich, obwohl es mir sehr viel Spass macht, das Bloggen und das Coachen, sondern vor allem für Sie. Damit Ihr Leben einfacher und genussvoller wird. Je genauer ich weiss, was Ihnen wichtig ist, umso besser für uns beide. Drum dachte ich, ich frag einfach mal…

Merci.

Byron Katie live vom Sofa aus erleben.

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Wer keine Zeit oder Möglichkeit hatte, Byron Katie live in Europa (Zürich/Paris) zu erleben, kann sich über diesen Link für eine Plattform anmelden und bequem von zuhause aus gucken.

Ganze viele andere spannende Workhops, Meditationen und eine Plattform für Beziehungsthemen ist im Package enthalten.

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Viel Spass & Tiefgang wünsche ich.

Der vermeintlich hoffnungslose Fall.

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Ich war doch etwas nervös, als ich bei den “Messies” (wie sie von meinem Netzwerkpartner mit einem etwas hilflosen Lächeln genannt wurden) läutete, um einen Augenschein zu nehmen. Er hatte die BewohnerInnen, ein Ehepaar mittleren Alters im Grossraum Zürich, besucht, um sich als potenzieller Vertreter eines Finanzierungsinstitus vorzustellen. Der Besuch hatte nicht lange gedauert, er hatte sich weder hingesetzt noch den angebotenen Kaffee getrunken. Das einzige, was er wollte, war: raus! Ihm standen die Haare zu Berge, als er sah, wie diese Leute seit Jahren hausten. Er rief mich an, noch sichtlich geschockt und schilderte mir die Situation. Er bat mich, Kontakt aufzunehmen und vorbeizugehen, um mir die Sache vor Ort anzuschauen. Und da war ich nun.

Der Weg zur Haustüre führte mich an Dutzenden von prall gefüllten Abfallsäcken vorbei, ich läutete und wartete. Nichts geschah. Ich läutete nochmals und dann, nach einer Weile wurde mir die Türe geöffnet. Entgegen blickte mir ein leicht zerzaustes Ehepaar. Sie machten zuerst keine Anstalten, mich rein zu lassen. Ich lächelte freundlich, stellte mich vor und bat darum, näher treten zu dürfen.

Die Wohnform hatte noch nicht das Stadium erreicht, wie es dem einen oder anderen aus den Fernsehsendungen bekannt ist. Tröstlicherweise bewegten sich auch keine Essensreste wie von Zauberhand durch die Räume. Ich verzichtete auf den Kaffee und fragte, ob ich mich setzen dürfte, worauf der Fauteuil freigeräumt wurde.

Der Rundgang durch das mehrstöckige Haus war beeindruckend. Noch beeindruckender war, wie sehr die Beiden sich gegenseitig schützten und stützten. Keiner war verlegen, mir zu erklären, warum der andere in letzter Zeit überhaupt keine Möglichkeit hatte, aufzuräumen, Kleider einzusortieren, die dreckigen Pfannen mit Essensresten anzupacken oder gar das Bad zu putzen. Das Bild zog sich erwartungsgemäss durchs ganze Haus.

Wir einigten uns darauf, dass wir – in den drei verbleibenden Wochen – gemeinsam das Haus in einen Zustand bringen wollten, bei dem der Finanzierungsexperte zumindest darüber nachdenken würde, ein Geschäft mit ihnen abzuschliessen. Wie hatte er so schön gesagt: “Der Geschäftsmann in mir sagt, lass die Finger davon, das gibt nur Ärger. Mein Herz sagt mir, gib diesen beiden Menschen noch eine Chance.”

Nach mehreren Aufräumtagen, die geprägt waren von Motivationsschüben und Heulkrämpfen (ich wusste mittlerweile, wo die Kleenex zu finden sind) hatten wir ein mehr als passables Bild geschaffen. Ein professionelles Reinigungsinstitut verpasste den Räumen den letzten Schliff. Die Finanzierung klappte, die Leute waren vor Freude ganz aus dem Häuschen und dankten mir mit einem schönen Päckchen, einer liebevoll gestalteten Fotocollage und einer feinen Flasche Wein.

Warum ich Ihnen das erzähle? Es gibt keine hoffnungslosen Fälle. Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es gibt Menschen, die sich selbst aufgegeben haben. Aus Scham und Schuldgefühlen heraus, die ihnen einreden, dass sie nicht mal so etwas Einfaches wie Aufräumen auf die Reihe kriegen. Manchmal brauchen wir einen Schupf, jemanden, der uns wie mit einem Fingerschnippen aus dem Tiefschlaf holt, schüttelt und schaut, dass wir wieder klar im Kopf werden, uns auf das besinnen, was uns wichtig ist. Und es ist nie zu spät, damit zu beginnen…

Byron Katie live auf Ihrem Bildschirm.

Am Mittwoch, 2. September 2015, von 19 bis 20 h (Schweizer Zeit), können Sie live dabei sein, wenn Byron Katie Fragen beantwortet zum Thema Arbeit & Geld. Hier geht’s zu den Detailinfos, die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist auch nicht nötig – einfach die Seite im obigen Link anklicken, kurz bevor es los geht. Viel Freude damit.

Und Sie wissen ja, Ihr Glück liegt einen Gedanken entfernt.

Eine Erkenntnis fürs Leben. 

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Ich schaue mir gerade den Livestream des Silent Retreat aus Engelberg mit Byron Katie und The Work an.

Mehr als 475 Menschen aus 26 Ländern sind vor Ort und noch viele mehr via Videoübertragung in 4 Sprachen auf der ganzen Welt. Ein aktiver Beitrag für Frieden in jedem Einzelnen von uns.

Byron Katie, live vor Ort während 4 Tagen, begleitet Menschen durch ihre Themen. Mein persönliches Highlight, das für alle Bereiche des Lebens so viel Leichtigkeit beinhaltet:

If your mind is clear you don’t need decisions. You are inspired.

Mylène Alt – der Personal Coach für Ihr Business & Zuhause

Wussten Sie, dass unordentliche Menschen absolute Perfektionisten sind?

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So beginnt eines meiner Referate. Das lässt aufhorchen, die Aufmerksamkeit ist mir sicher. Was, das kann doch nicht sein! Oh doch. Und zwar warten sie auf den perfekten Moment. Den Augenblick, in dem sie genügend motiviert sind, genug Zeit haben und Lust am liebsten auch noch? Worauf? Die Wohnung oder das Haus aufzuräumen, im Büro mal wieder abzulegen und längst nicht mehr gebrauchte Unterlagen zu entsorgen.

Die Idee wäre ja grundsätzlich gut. Nur, seien wir ehrlich, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nach einer strengen Woche im Job am Samstagmorgen, wo Sie endlich mal frei haben, aus dem Bett schiessen wie ein Pfeil und es kaum erwarten können, Ihren Kleiderschrank auszumisten? Eher bescheiden, vermute ich mal.

Das Fatale an dieser Vorgehensweise, so logisch und schlüssig sie auf den ersten Blick scheinen mag, ist dass es nicht nur an dem besagten Samstag nichts passiert, weil gerade schönes Wetter ist, Sie lieber ausschlafen und einen ausgiebigen Brunch geniessen, schon etwas anderes abgemacht haben, sondern dass das Vorhaben immer weiter nach vorne (oder hinten) geschoben wird. Verschoben und vielleicht gar aufgeschoben. Die Gründe sind endlos. Und alles scheint immer viel spannender zu sein als der eigentliche Plan.

Der Frust wächst proportional zur Verschieberitis (in der Fachsprache Prokastination genannt), die eigenen vier Wände erinnern einen ständig an die Pflichten und so richtig entspannt haben Sie sich schon länger nicht mehr. Wenn Grümpel und Angesammeltes Überhand nehmen, träumen Sie vielleicht sogar schon davon, wie eine frühere Kundin von mir.

Was können Sie tun, um aus dem Schlamassel auszusteigen? Nehmen Sie sich kleinere Einheiten vor! Statt sich das Ziel zu setzen, die ganze Wohnung oder gar das ganze Haus auf Vordermann zu bringen, beschränken Sie sich auf einen Raum, einen Schrank, eine Schublade. Das mag lächerlich klingen, wichtig ist, dass es funktioniert. Und das tut es. Oder Sie setzen sich eine Zeitlimite von z.B. einer Stunde. Und hören dann auf. Nach dem Motto, lieber eine kleine Einheit erledigt, als gar nicht begonnen. Probieren Sie’s aus.

Mylène Alt – der Personal Coach für Ihr Business & Zuhause

Mehr Platz ≠ mehr Ordnung

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“Wenn ich nur mehr Platz hätte,” stöhnen viele Menschen “dann wäre mein Problem gelöst.” und schauen mich erwartungsvoll an oder machen eine kunstvolle Pause am Telefon, damit ich meine Zustimmung geben kann. Zusätzliche Zimmer hervorzaubern ist mir bis anhin nicht gelungen und ehrlicherweise denke ich nicht, dass es des Problems Lösung wäre.

Vordergründig ja, denn es entsteht neuer Raum. Die Realität schaut ein bisschen anders aus. Und wenn Sie das tun, was Sie schon immer getan haben, werden Sie auch ähnliche Resultate ernten. Aufs Aufräumen bezogen heisst das, der Anreiz, Bestehendes auszumisten und zu überdenken ist gleich Null. Im Gegenteil: Neuer Platz verlockt dazu, noch mehr und Neues anzuschaffen und ein paar Monate später schaut die ganze Wohnung (inklusive zusätzlich erfolgreich manifestiertem Zimmer) wieder gleich aus. Als ob Sie ein Foto an der oberen Ecke packen und mit der Maus vergrössern, zoomen. Mehr vom Gleichen.

Wenn es so nicht geht, muss es eine andere Lösung geben. Und die gute Botschaft ist – es gibt sie.

BüroProjekt Mylène Alt
Arbeitsplatz- und AufräumCoach für die ganze Schweiz – und dank skype grenzenlos für Sie da.

Woher kommt die Sammelwut?

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Menschen in unserem Umfeld tun oft Dinge, die wir nicht nachvollziehen können. Warum zum Geier sammelt die Tina alles, was ihr in die Finger kommt? So bald sie den Satz hört: “Das werfe ich nächste Woche weg, ich weiss nicht wohin damit” adoptiert sie selbst Dinge, die anderen Leuten gehören. Warum tut sie das? Mögliche Beweggründe:

Der Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle
Gegenstände und Erinnerungen geben ein (vermeintliches) Gefühl von Sicherheit.

  • Wer weiss, vielleicht kann ich das noch einmal brauchen.
  • Sicher ist sicher
  • Kinder, die erlebt haben, dass ihre Sachen entsorgt wurden/verschwunden sind, während dem sie z.B. in der Schule waren, neigen eher zum Sammeln und Horten.

Bestätigt ein Image
Sich selbst und dem Umfeld beweisen, was man sich alles leisten kann oder geleistet hat.

  • Das hier gehört alles mir.
  • Das habe ich mir geleistet.
  • Seht, wo ich überall im Urlaub war.

Häusliche Prägung
Wer chaotische Eltern hat(te), für den gehört(e) Unordnung zur Normalität.

  • Ein Kind ahmt nach, nimmt das als wahr, was ihm vorgelebt wird und macht mit.
  • Interessanterweise ist auch das genaue Gegenteil möglich: Das Kind möchte möglichst nie so werden wie die Eltern und räumt akribisch auf oder fängt im Erwachsenenleben damit an.
  • Teenager, die ein Puff haben, zelebrieren damit eher den Aufstand gegen elterliche Vorgaben als Ihre echten Überzeugungen.

Innere Leere füllen
Frust wird nicht nur mit Essen kompensiert, sondern auch in Form von Anschaffungen.

  • Frustkäufe
  • Einhüllen, sich schützen vor der Aussenwelt
  • Die Person wüsste nicht, was sie mit dem freigeräumten Platz anfangen soll (ausser von Neuem zu horten).
  • Suchen wird zur Beschäftigungstherapie (Die Vorstellung, freie Zeit zu haben wird als Bedrohung empfunden.)

Schlechte Gewohnheit, Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit
Es gibt Menschen, denen ist es ganz einfach nicht wichtig, Ordnung zu haben.

  • Sie denken gar nicht darüber nach.
  • Ihnen ist egal, was andere von ihnen halten.
  • Sie verspüren weder Leidensdruck, noch haben sie sonst einen Anreiz, etwas zu verändern.

Die hier genannten Gründe sind nicht vollzählig, zeigen jedoch Tendenzen auf, die weit verbreitet sind. Und sie sollen nicht als Alibis oder Ausreden dienen oder jemandem die Schuld geben. Darum geht es nicht, es geht darum, für sich zu spüren, ob das, was sich aktuell im Aussen zeigt (auf der Schreibtischplatte, im Kleiderschrank) das ist, was ich wirklich möchte. Will ich so leben? Möchte ich das, was ich mir geleistet habe, unter Stapeln und als wildes Durcheinander aufbewahren? Oder wäre es mir nicht doch wohler, wenn ich mit einem Griff alles hervorzaubern könnte? Schauen Sie sich dort, wo Sie jetzt gerade diesen Blog lesen, um: Fühlen Sie sich wohl, soll so die Umgebung aussehen, in der Sie täglich arbeiten oder wohnen?

BüroProjekt Mylène Alt
Arbeitsplatz- und AufräumCoach für die ganze Schweiz – und dank skype grenzenlos für Sie da.