Warum du deinem inneren Kritiker zuhören solltest.

Kennst du das? Du hast so schöne Pläne, alles durchdacht, es fühlt sich super an, du kannst es kaum erwarten, dein neues Angebot mit deinen Kunden durchzuspielen – und da kommt er plötzlich aus dem Nichts – dein innerer Kritiker. Und macht alles kaputt oder wenigstens fast. Er grübelt wie der Zahnarzt mit dem Häkchen in deinen Plänen herum, findet kleine Ritzen, hakt sich da und dort ein und ehe du dich’s versiehst, ist deine Euphorie verflogen, du findest dich in einer Atmosphäre voller Zweifel wieder und verlierst den Mut.

Manchmal gelingt es mir, ihn beiseite zu schieben, zu verdrängen, mich abzulenken. Oft befällt mich dann eine unstillbare Lust auf Süsses. Ich will mir was Gutes tun, mir was gönnen – extrem unkompatibel mit meinem Bikinifigur-Plan, der bis in zwei Wochen wahr werden soll. 

Ich habe meinen inneren Kritiker „Buechi“ genannt – kurz für „Buchhalter“. Nicht, dass ich etwas gegen Buchhalter hätte, im Gegenteil. Ich bin sehr dankbar, dass es Menschen gibt, die diese Arbeit tun und das noch mit Freude. Doch mein „Buechi“ hockt irgendwo in mir drin und führt genau das – Buchhaltung. Der arme Kerl hat nur ein Konto und das hat nicht mal Soll und Haben – da gibt’s nur die Negativspalte. Und da trägt er akribisch alles ein, was gegen mein Projekt sprechen könnte. „Buechi“ führt nicht nur das tägliche Journal, er hat sogar ein Archiv unvorstellbarer Grösse, aus dem er (ungefragt) Anekdoten hervorzaubert, die belegen, dass das, was ich gerade vor habe, entweder zum Scheitern verurteilt ist, grössenwahnsinnig oder sicher überflüssig – wer braucht denn sowas?

„Buechi“ ist von der hartnäckigen Sorte, er lässt sich nicht abschütteln. Er hängt an mir dran wie ein Blutegel und scheint niemals genug zu kriegen. Ich habe mittlerweile verstanden, dass „Buechi“ mir nichts Böses will. Er ist besorgt, er möchte mir helfen, mich vorwarnen, damit ich nicht auf die Schnauze fallen. Das ist sein Job. Den nimmt er tierisch ernst und führt ihn absolut zuverlässig aus. 

Also Zeit für eine neue Strategie: „Buechi“ will gehört werden! Genau! Ich habe ihm jetzt jede Woche eine halbe Stunde Zeit in meinem Kalender reserviert. Das ist kein Witz, das ist wahr. Ich setze mich mit einem feinen Tee, Block und Schreibzeug aufs Sofa und höre ihm zu.

Meeting mit „Buechi“. Er liebt es!

 

Warum dein Körper keine Heilung braucht.

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Nun hatte es mich nach langer Zeit wieder mal erwischt. Die Grippe umarmte mich leidenschaftlich und scheinbar endlos. 

Ich durchlief verschiedene Stadien dieser – wie schon hinlänglich erfahren – rund sieben Tage dauernden Odyssee. Zuerst die Verdrängung: Nö, das wird schon nicht so schlimm, das ist nur ein Schnupfen. Dann die Erkenntnisphase: Oh weh, es ist doch ärger als befürchtet. Dann die Ok-ich-ergebe-mich-Phase: Da ging gar nichts mehr, meine Kopfschmerzen schienen kein Ende mehr zu nehmen und meine Gedanken spielten verrückt und erzählten mir tatsächlich, das würde nie mehr bessern. Besonders wirksam in Kombination mit der Warum-immer-ich?-Phase.

Und genau so gestaltete sich mein Medikamenten-Cocktail: Zuerst allopathische Grippemittel, die das Schlimmste verhindern sollten und es nicht taten. Dann Spagyrik, für den sanften Teil in mir und Inhalieren. Als die Kopfschmerzen immer ärger böser wurden (erstaunlich, dass etwas, das sich Höhle nennt, so schmerzen kann), waren die drei Tage, an denen ich allergiefrei Medis einnehmen kann, vorüber und ich hatte kein Kontigent mehr an Schmerzmitteln, die ich mir ohne roten Ausschlag auf dem Bauch und nicht endendem Juckreiz reinwerfen konnte.

Tja, wie weiter? Ich war arg im Stress. Obwohl ich krank war und Ruhe und Erholung brauchte, plagte ich mich damit, was ich ausprobieren sollte, surfte, befragte Facebook und den Rest der virtuellen Welt. 

Irgendwann nahm ich eins von Byron Katies Büchern zur Hand und las: „Wir haben seit Generationen versucht, unsere Körper zu heilen und sie werden noch immer krank, alt und verseucht. Kein Körper wurde letztendlich je geheilt. Es geht ausschliesslich darum, den Verstand zu heilen. Deine Krankheiten und Organe ängstigen dich, damit du deine Gedanken über sie hinterfragen kannst. Das ist das Ende der Verwirrung und bedeutet Freiheit von der Identifikation mit dem Körper.“

Es geht ausschliesslich darum, den Verstand zu heilen … Wenn ich mir anschaute, mit was für Gedanken ich mich die vergangenen Tage auf Trab gehalten hatte, stimmte das tatsächlich. Was da abging, vor allem nachts, wenn ich nicht schlafen konnte, war filmreif – Horror pur. Ich drohte meinem Körper, er solle ja nicht krank werden. Und als er es wurde, hetzte ich ihn und schrieb ihm vor, bis wann ich wieder gesund sein wollte.

Wenn ich ja eh eine Woche krank bin – und auch das ist nur ein Glaubenssatz, der natürlich aus meiner jahrzehntelangen „Erfahrung“ mit Erkältungen entstanden ist – kann ich die Medis auch weglassen und mir Ruhe gönnen, meinen Spagyrikspray nehmen (einen und nicht drei parallel), Tee trinken, meine neue Nasendusche ausprobieren, Inhalieren – alles sanfte Methoden, die mir gut tun. Und wenn ich das Kopfweh doch noch kriegen sollte, habe ich ja noch die Schmerztabletten im Köcher. 

Und mein Verstand hat sensationelle Arbeit geleistet, er hat mich nämlich nur an die Sequenzen erinnert, die mein negatives Bild unterstützt haben. Es stimmt nämlich gar nicht, habe ich mit der Work herausgefunden, jedenfalls nicht so absolut, wie ich es mir seit langem erzähle:

  • Ich bin entweder gesund oder krank. 
    Ich fühlte mich schon ein paar Tage vorher müde. Und ignorierte es.
  • Am Schluss der Erkältung kriege ich immer schlimmen Husten. 
    Ein bisschen Husten habe ich, ja. Nicht weiter tragisch.
  • Diese Schmerzen gehen nie mehr vorbei.
    Nach zwei Tagen und Nächten waren sie weg, wie früher schon.

Und als ich realisiere, wie unfreundlich ich mit mir umgegangen war, wo mein Körper mich doch so gebraucht hätte und mir etwas mitteilen wollte, war ich wieder dankbar dafür, dass es mir so oft so gut geht. Und versuchte nicht mehr, das Kranksein bzw. meinen Körper als etwas ausserhalb von mir anzusehen, das (gerade) nicht zu mir gehört.

Und erfreut darüber, dass ich dennoch sanfter als früher zu mir bin. Da hatte ich nämlich Homöopathie aus der Drogerie, die ich alle 15 Minuten nehmen sollte, bis es bessert. Für Perfektionisten ein Grauen: Ich wollte es doch so gut machen und ganz schnell gesund werden und stellte die Eieruhr, alle 15 Minuten aufs Neue. Und mein Körper war so müde und hätte so gerne nur geschlafen …

Stress lass (endlich) nach!

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Ich habe dir schon ganz viel über The Work of Byron Katie erzählt. Nebst Einzelstunden ganz für dich alleine gibt’s auch die Möglichkeit, diese spannende und einfache Methode in Form eines Tagesseminars kennen zu lernen.

Du hast zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Entweder du meldest dich für ein Einführungsseminar (Startkit) an oder du wählst eines der Themenseminare aus, das dich im Moment ganz besonders anspricht.

Details und alle Daten zu den Seminaren findest du hier.

Das nächste allgemeine Seminar findet bereits nächste Woche, am Donnerstag, 26. Januar 2017, in Herisau statt.

Ich freue mich auf dich.

Das Hotel Mama sucht den Ausstieg.

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Tja, da stand ich nun, mitten in der blank geputzten Küche meiner Kundin. Ich sah einige Papierfetzen herumliegen und suchte mit den Augen unauffällig nach dem angekündigten Chaos, das es aufzuräumen galt. Wenn ich den Hals etwas streckte, erblickte ich einen weiteren Papierstapel.

Es erinnerte mich an einen früheren Einsatz, wo ich in ein vermeintliches Tohuwabohu gerufen wurde, um vor Ort festzustellen, dass die Wohnung tiptop aufgeräumt und geputzt war. Leider wusste ich damals noch nichts vom mentalen Aufräumen, sonst hätte ich mich mit der Dame an den Tisch gesetzt, um mit ihr die Gedanken, die offensichtlich mit der Realität wenig gemeinsam hatten, zu überprüfen. Aber zurück zu meinem ersten Beispiel:

Die Kundin arbeitete halbtags und hatte eine Familie mit zwei erwachsenen Söhnen und einem Ehemann. Sie schwärmte davon, mal endlich etwas Zeit für sich zu haben. Auf meine Frage, was sie denn davon abhalten würde, zählte sie mir alle ihre Pflichten auf. Die drei Herren der Schöpfung waren erwartungsgemäss nicht eingebunden ins Haushaltprogramm, die seien ja alle am Arbeiten tagsüber und hätten extrem strenge Jobs. Und keine Zeit, um eine Zeitung oder die Werbeprospekte, die von den diversen Discountern ins Haus flatterten, anzuschauen. Und da sie nicht wollte, dass diese etwas verpassen, übernahm sie diese Arbeit, schnitt liebevoll Aktionen aus, malte sie mit dem Leuchtmarker an und überraschte die Familie mit ihren Aufmerksamkeiten. Leider kam dies je länger je mehr nicht mehr so gut an, die Jungen waren eher genervt bzw. wenn sie ein Angebot gut fanden, hatten sie natürlich keine Zeit, um diese Besorgung zu erledigen – also übernahm die Mutter dies gleich mit.

Es ging so weit, dass die für ihren jüngsten Sohn die Zigarettenaktionen ausschnitt, damit er die einmalige Chance nicht verpasste, fünf Franken pro Stange Zigi zu sparen. Ich sagte zur ihr, sie sei die erste Mutter, die es gut finde, dass ihr Teenie raucht. Sie schaute mich erstaunt an und fragte mich, wie ich denn darauf kommen würde. Selbstverständlich sei sie total dagegen, dass er rauche. Auf meine Rückfrage, weshalb sie ihn dann noch aktiv darauf aufmerksam machen würde und meinen Tipp hin, sie solle jetzt bitte nicht sagen „er rauche ja sowieso“, wurde sie sehr still. 

Und dann machten wir The Work. Statt im tatsächlich ziemlich strub aussehenden Büro Papier zu sortieren, machten wir Ordnung in ihrem Kopf. Denn sie sah plötzlich sehr verlassen und unglücklich aus. Und das war ja nicht die Idee. Ich schaute sie liebevoll an und fragte sie, ob sie Lust hätte auf ein kleines Experiment. Darauf hin fragte ich sie, was das Schlimmste sei, was passieren könnte, wenn sie diese Art von Dienstleistungen einstellen würde bzw. ihrer Family mitteilen würde, sie hätte künftig keine Zeit mehr dafür und sie sollten die Prospekte bitte selber durchsehen.

Sie zählte Dinge auf wie: Ich bin für nichts mehr gut. Ich bin überflüssig. Sie ziehen aus und nehmen sich eine eigene Wohnung. Ich werde nicht mehr gebraucht. Sie sind wütend auf mich. Sie denken, ich hätte Wichtigeres zu tun, als für die Familie dazusein. Wir haben keinen Gesprächsstoff mehr am Mittagstisch. Mein Mann denkt, ich sei jetzt auch eine von diesen modernen Frauen, die sich für alles zu schön sind und Flausen im Kopf haben … Und viele Sätze mehr.

Erstaunt es noch jemanden, dass diese dynamische, attraktive Frau im besten Alter buchstäblich keine Zeit für sich finden durfte und sich nonstop nützlich machen musste? Mich nicht. Nach der Work startete sie ganz aufgeregt mit 15 Minuten pro Nachmittag – für sich …

Das ist genau, was ich dir aufzeigen möchte. Das Aufräumen war nicht das wirkliche Problem. So lange dieser Mensch seine Gedanken glaubt, wird ihn sein Unterbewusstsein blockieren und es nicht zulassen, dass er ein ganz kleines bisschen Freiheit schnuppert. 

Was möchtest du schon so lange gerne tun und es passiert ganz einfach nie?

Happy New Year.

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Ich heisse dich herzlich willkommen im 2017!

Blicke ich auf mein eigenes Leben zurück, kann ich erkennen, wofür die einzelnen Situationen gut waren – ausnahmslos. Was mir dabei hilft, wenn etwas anders läuft, als geplant, ist in die Stille zu gehen, meinem Schmerz, meiner Enttäuschung, meinem Unverständnis Raum zu geben.

In mein Herz spüren, den Anteil in mir anhören, der sich gerade völlig ausser sich um Kopf und Kragen redet und flucht – oder weint. Statt wegzulaufen, mich abzulenken oder zu beschwichtigen „ist nicht so schlimm“, „er hat das sicher nicht so gemeint“, „das kommt schon wieder“. 

Seit ich es mir gestatte, diese Emotionen intensiv zu spüren und sie aushalten kann, erlaube ich es mir auch wieder, die andere Seite intensiver zu erleben und zu zeigen: Die Freude, das immer-wieder-aufs-Neue Verliebtsein in meinen Partner, das Kraulen meiner Katze, die bedingungslose Liebe unseres Cairn Terriers, die Begeisterung für meine Berufung als Aufräumcoach. Und die vielen grossen und kleinen Momente, wo ich Freude habe an mir selber.

Lass‘ uns gemeinsam die Welt zu einem friedlicheren Ort machen. Und dieser Frieden beginnt in dir und mir.

Wenn die Fehlerkultur flöten geht.

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… nein, offensichtlich nicht …

Ich erinnere mich an einen Auftrag, den ich in einer früheren Firma mal hatte. Es ging um eine Broschüre mit rund 40 Seiten und ich war verantwortlich dafür: Dass die Texte geschrieben, Fotos geschossen und passend dazu arrangiert wurden. So weit, so gut. Es gab mehrsprachige Versionen und ich machte den letzten Check. Blöd, dass sich Deutsch und Englisch in gewissen Wörtern nur durch 1 (!) Buchstaben unterscheiden und das darüber bestimmt, ob das Wort richtig oder falsch geschrieben ist. Tja, du ahnst es schon, beim Vergleichen der Versionen ist genau das passiert, ich habe dieses „Detail“ vor lauter Lesen überlesen. 

Die Broschüre wurde in einer fünfstelligen Auflage und in beiden Sprachen gedruckt und ausgeliefert. Und meine Welt war in Ordnung, das anspruchsvolle Projekt nach Monaten Knochenarbeit, Anpassungen, hin und her endlich erfolgreich abgeschlossen. Dachte ich.

Bis zu dem Moment, wo der Telefonanruf kam und ich gefragt wurde, ob ich „es“ schon bemerkt hätte. „Öh, was denn genau?“, fragte ich mit einem unguten Gefühl zurück. Von einer Sekunde auf die nächste war nichts mehr, wie es war. Voller Panik schnappte ich mir mein Belegsexemplar – und tatsächlich! Ich überlegte, ob ich warten sollte, bis mein Chef es selbst entdeckte oder es ihm jemand erzählen würde. Mir war kotzübel, doch ich entschied mich schweren Herzens für den leicht dynamischeren Weg, es ihm aktiv mitzuteilen. 

Natürlich hatte er keine Freude, er machte jedoch keine Anstalten, mich zu beschimpfen, klein zu machen oder was auch immer ich als „gerechte Strafe“ angesehen hätte. Er blätterte seelenruhig zur ominösen Seite und nickte. „Das schläckt kä Geiss weg.“, wie wir auf schweizerdeutsch so schön sagen. („Das ist so und nicht anders.“)

Meine Idee war, es bei der nächsten gedruckten Auflage zu korrigieren bzw. in den digitalen Versionen natürlich sofort zu ändern. Doch es kam noch viel schlimmer. Es wurde der Beschluss gefasst, alle vorhandenen Exemplare einzusammeln und zu vernichten – und sie nach der Korrektur neu zu drucken! Was natürlich eine flächendeckende Info an alle Beteiligten bedingte und mit sich brachte, dass jeder Einzelne darauf aufmerksam wurde … Tja, Tarnprogramm: Fehlanzeige. Und obwohl mich nie jemand dafür kritisiert hatte, keiner das Thema jemals wieder ansprach und ich weiterhin gleichwertig anspruchsvolle Projekte erhielt, es half nichts, ich traute mir selber nicht mehr über den Weg.

Die Geschichte liegt rund neun Jahre zurück – und zeigt, wie lange einen ein Thema beschäftigen kann. Wie viel Selbstverurteilung auch Jahre später zurückbleibt und die Person bei ähnlichen Aufgaben aufs Neue ereilt. Nicht zu reden von den dauernden Zweifeln (ich könnte etwas übersehen haben, ich schaffe es einfach nicht, fehlerlos zu arbeiten. Ausgerechnet ich, die andere regelmässig (auch gerne ungefragt) auf deren Fehler aufmerksam macht etc.).

Tja, die hochgelobte Fehlerkultur … Je mehr ich daran festhielt, nichts falsch machen zu dürfen, desto verkrampfter wurde ich, die Freude war total weg, ich hatte nur noch Angst und spürte die Anspannung in mir. Auf Schritt und Tritt. 

Eine der Fragen bei The Work ist: Siehst du Bilder aus der Vergangenheit oder der Zukunft, wenn du den Gedanken glaubst „Ich sollte alles perfekt machen.“ Ja, das wäre eine meiner Sequenzen, die aufpoppen würden, wenn ich zurück blicke. Und wenn ich nach vorne schaue und den Gedanken „Ich sollte alles perfekt machen.“ glaube, dann habe ich Angst vor allem, was neu ist oder ähnlich wie die stressige Situation. Ich sehe mich in Gedanken, wie ich Vorschläge, die mir mein kreativer Geist macht, wegschiebe, Geistesblitze ignoriere und möglichst am Bewährten festhalten will, an dem, was ich meine, zu beherrschen.

The Work macht Geschehenes nicht ungeschehen. Sie ermöglicht uns eine neue, andere Perspektive. Sie gibt uns die Chance, das, was wir als Tatsache ansehen, zu überprüfen und vielleicht zu erkennen, dass es lediglich unsere Interpretation des Geschehenen war. Und das lässt sich nicht dadurch finden, dass wir unseren Verstand befragen, er hält an seiner Version fest, er füttert uns mit Infos aus der Vergangenheit und sucht Beispiele, die uns noch mehr an dem festhalten lassen, was wir in der Situation geglaubt haben. Und wie mein Beispiel zeigt, half es kaum, dass es für die Aussenstehenden zwar Mehraufwand bedeutete, sich jedoch keiner beklagt hat. Es bei meinem Qualigespräch nicht mal thematisiert wurde. Ich weiterhin das vollste Vertrauen genoss. Nach dem Motto, das kann passieren. „Dumm gange.“

Aus dem Gefängnis der Gedanken kann uns niemand befreien, ausser wir selbst. Und bevor wir uns das Thema anschauen, merken wir oft nicht einmal, dass es Optionen gibt. Was ist dein Erlebnis, an das du am liebsten nie mehr zurückdenken möchtest?