Erfrischendes Experiment an einem heissen Tag

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Wow, schon wieder liegt ein wundervoll-sonniger und heisser Tag vor uns, was für ein Geschenk! Geniesst du es auch so, bereits früh am Morgen von der Wärme umarmt zu werden, wenn du den ersten Schritt nach Draussen machst? Die Sonne blinzelt dir zu, Jacke und Schirm bleiben im Schrank. Luftig gekleidet geht‘s raus in den Garten, in die Stadt oder zur Arbeit. Draussen essen, durchatmen, Sommer pur!

Ans Aufräumen denkst du dabei wohl zuletzt, stimmt‘s? Genau, wenn‘s dann kühler ist, wenn das Timing stimmt und wenn überhaupt alles zusammenpasst, wirst du es anpacken, bestimmt! Ja, so geht das oft wochen- und monatelang, wenn nicht über Jahre. Das volllgepackte Zimmer, die Gerümpelecke bewegen sich keinen Millimeter, jedenfalls nicht in eine gute Richtung.

Je mehr Sachen bereits herumliegen, desto kleiner ist die Hemmschwelle, noch was hinzulegen. 

Und ich kann gut verstehen, dass du heute bei 30 Grad am Schatten keinen Bock auf Ausmisten hast. Jede Bewegung treibt einem den Schweiss auf die Stirn! Bist du bereit für ein Experiment, das dir garantiert keinen Hitzeschub beschert? Wie wäre es, wenn du nächstes Mal, wenn du den Gedanken hast: „Ich muss endlich aufräumen!“ das Wörtchen muss ersetzt durch ich kann, darf oder will? Auch wenn du dich dabei keinen Millimeter in die Richtung deiner Unordnung bewegst, schau‘ mal, was es für einen Unterschied macht.

 

Mache dir das Leben leicht.

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Wann warst du das letzte Mal so richtig unbeschwert und fröhlich?

Wann hast du es deinem Chaos erlaubt, dir den Atem und die Lebensfreude zu nehmen? Misst du deinen Wert daran, wie gut du „es“ im Griff hast? Phu, das könnte schlecht ausgehen für dich.

Natürlich wäre es cool, alles auf Anhieb zu finden, doch dort bist du offensichtlich (noch) nicht. Was wäre, wenn das Chaos, das du genau jetzt zuhause hast, die beste Voraussetzung für eine neue Ordnung in deinem Leben wäre? Nicht nur im Keller, wobei er das Fundament deines Seins widerspiegelt, sondern auch in dir drin?

Wie leicht und flockig darf dein Leben sein?

Lass‘ uns Ballast abwerfen!

Das wertvollste Bild, das je gemalt wurde.

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Ich habe vor nicht allzu langer Zeit realisiert, wie überlebenswichtig es für mich war, im Aussen Ordnung zu schaffen und zu erhalten. Es gab mir das Gefühl, wenigstens diesen Teil meines Lebens im Griff zu haben, die Kontrolle darüber zu besitzen. Bis vor ein paar Jahren litt ich extrem unter Verlustängsten. Mein kleiner Bruder verstarb bei einem Unfall, als ich ein Jahr alt war, – und meine Mutter verliess mich wenige Monate später. Aus Sicht des kleinen Mädchens, das ich damals war, verschwanden die Menschen offenbar wie durch Fingerschnippen aus meinem Leben. Und wenn ich das jetzt schreibe, hier an meinem Esstisch, habe ich von Kopf bis Fuss Hühnerhaut.

Sie waren plötzlich verschwunden, kamen nicht zurück und ich konnte es nicht vorhersehen und noch schlimmer, nicht verhindern. Und auch nicht verstehen. Das führte dazu, dass so ein richtig liebes, angepasstes Mädchen wurde, das allen Freude macht. Denn, wenn ich so eine tolle kleine Person bin, wollen doch sicher alle in meiner Nähe sein und keiner kommt je wieder auf die Idee, mich zu verlassen. Das habe ich natürlich in dem Moment nicht realisiert. Das wurde bestätigt durch die Aussage meines Vaters, der mal meinte, ich sei doch immer so ein fröhliches, unbeschwertes Kind gewesen, er hätte es nie für möglich gehalten, dass mich die Ereignisse von früher bis in die heutige Zeit belastet hätten.

Ich hatte gar mal den Glaubenssatz: „Ich bin es nicht wert, dass man für mich am Leben bleibt.“ Starker Tobak. Das Aufräumen gab mir Stabilität, erweckte den Eindruck, dass alles ok ist. Und es ist mir auch heute noch wichtig. Manchmal lache ich über mich selbst, wenn mein Schreibtisch so un-Mylène-mässig ausschaut, wenigstens für die Dauer, an der ich an einer aktuellen Aufgabe dran bin.

Ich habe mich selbst zur AufräumQueen  erkoren. Das Aufräumen im Innen und Aussen ist meine grosse Passion, auch wenn ich mir und dir manchmal etwas anderes erzählen will. Mein Business ist auf dem Weg, eine neue Dimension zu erreichen. Und ich freue mich, es mit dieser ungewohnten Lockerheit anzugehen. Yes, ich bin hier goldrichtig.

Und was hat nun das Foto im Post damit zu tun? Von 2006-2008 habe ich intensiv gemalt, Acryl abstrakt. Ich kriege gerade noch ein Strichmännchen hin, so war das Gegenständliche nicht meins und ich hatte auch keine Lust, es zu erlernen (ja, das ist tatsächlich möglich). Dieses Bild habe ich in einem Kurs mit dem professionellen Künstler Küfas aus Diepoldsau gemalt. Am Ende des Kurses durften wir unsere Werke im Hotel ausstellen und es wollte tatsächlich jemand dieses Bild kaufen und fragte, was es kostet. Ich freute mich und sagte ihm, es sei unverkäuflich und trage den Namen „Mein Innenleben.“

Was Hänschen nicht lernte, lernt Hans noch locker.

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Was hast du für Erinnerungen aus deiner Kindheit zum Thema Aufräumen? Ja, ich weiss, lang ist‘s her. Und doch gibt es Erlebnisse, die dich prägen und bis in die Erwachsenenzeit begleiten. Möglicherweise ohne dass dir die Zusammenhänge bewusst sind. Ich hatte eine Kundin, die alles behalten wollte. Und zwar nicht nur in einer Version, sondern am liebsten zwei- oder gleich dreifach.

Ich fragte sie, was ihr Beweggrund dafür sei. Sie wusste es nicht. Ein paar Stunden später schaute sie sich in einer Zeitschrift ein Inserat an und hatte ein Flash-Back! Sie erinnerte sich ganz deutlich daran, dass ihre Mutter während ihrer Abwesenheit Zeichnungen und Spielsachen verschwinden liess, die nie mehr auftauchten, egal, wie sehr sie danach verlangte. Und so begann sie, so bald sie ihre eigene Wohnung hatte, mehr und mehr Dinge zu horten, für alle Fälle.

Kaum hatte sie das erkannt, konnte sie massenweise Gegenstände loslassen, die sie seit Jahrzehnten sammelte, weil sie spürte, dass sie sicher war, dass ihr niemand mehr etwas wegnehmen würde, ohne dass sie es erlaubte. Und dass es nicht mehr nötig und angemessen war, sich so zu verhalten wie damals. Sie konnte alle „Zwillinge“ und „Drillinge“ loslassen und sich gar von massenweise Sachen trennen, die sie nur deshalb gehortet hatte. Sie braucvhte sie nicht mehr, sie gehörten nicht mehr zu ihr – und sie durfte sie liebevoll verabschieden.

 

Warum das Coaching erst begann, als der Chef auftauchte.

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Kennst du das?

Du spürst, dass du etwas verändern solltest, ganz dringend sogar. Und du nimmst alle Umwege und nutzt alle Ausreden, die gerade verfügbar sind, nur um die Ursache nicht anschauen zu müssen.

Weil es zu viel Veränderung bedeuten würde. Weil es unbekannt und Angst einflössend ist. Weil der Schmerz so vertraut und berechenbar ist. Da kennst du dich aus, gell?

Und wie geht es jetzt weiter für dich? Schmuggelst du dich durch und erzählst dir die Geschichte, dass es eigentlich ganz gut läuft bei dir? Tröstest du dich damit, dass es den anderen auch nicht besser geht im Job? Findest du es manchmal ganz praktisch, so lange für deine Arbeit zu brauchen, denn dann gibt dir keiner was Zusätzliches? Dreh‘ und wende es, wie du möchtest. Und nichts gegen dein BüroChaos zu unternehmen ist übrigens auch eine Entscheidung.

Möglicherweise liegt deine Baustelle ganz woanders? Ich traf Menschen, die super organisiert waren im Büro, doch abends so ausgepowert, dass es für die Wohnung nicht mehr reichte oder sie hatten die Diskussionen mit Partner/Kindern satt und liessen einfach alles schleifen. Die Post flog auf einen Haufen, die Küche sah aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte, im Badezimmer türmten sich Kleider und im Wohnzimmer blieb kaum ein Platz, um sich hinzusetzen.

Lass‘ mich dir dazu eine kleine Geschichte erzählen, die ich mit einem Kunden, nennen wir ihn Bruno, erlebt habe: Besagter Bruno buchte ein ganztägiges Coaching mit mir in seinem Büro. Sein Chef hatte ihm gesagt, er müsste effizienter arbeiten, bei den Partnern dynamischer auftreten und mehr Eigeninitiative entwickeln.

Bruno stand mir eines Samstagmorgens an der Begrüssungstheke seines Büros gegenüber. (Richtig, wir standen da über eine Stunde, er wollte partout nicht absitzen und bewegte sich erst, als ich um ein Glas Wasser bat). Tja, er erzählte davon, was er alles macht, auf welche Art und warum. Klang alles soweit plausibel. Ziemlich unangenehm war, dass Bruno immer an mir vorbeischaute, während er mit mir sprach. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich fragte ihn nach dem Grund, wissend, dass er das nicht absichtlich tat. Das war der Moment, wo er vorschlug, sich hinzusetzen.

Er zeigte mir seine akribisch und säuberlich beschrifteten Ordner, wie er welche Pendenzen bewirtschaftet und entpuppte sich als mustergültiger Organisator. Nur, was machte ich hier, wenn er augenscheinlich ja alles im Griff hatte? Um dem Ganzen noch eine extra Ration Dynamik zu verleihen, kam „zufällig“ sein Chef an diesem Samstagmorgen hereingeschneit. Und vorbei war es mit seiner Contenance. Der zuvor souverän wirkende Mann schrumpfte in sich zusammen, als er seinen Boss erblickte.

„Ich schlage vor, wir gehen ins Sitzungszimmer!“, meinte er und flüchtete förmlich in den anderen Raum. Der Bann war gebrochen. Er schaute mir traurig in die Augen und sagte, er habe meinen Werdegang studiert auf der Webseite, meinen Weg, den ich gegangen sei, bis ich endlich meine Berufung, das Aufräumen, gefunden hatte. „Braucht es nicht sehr viel Mut, sich selbständig zu machen?“, fragte er zaghaft. Ich lachte und erzählte ihm alles darüber, was er wissen wollte und seine Augen strahlten unaufhörlich. Ein Licht war entzündet worden. Er erzähle mir, dass er seinen beruflichen Weg sehr konsequent und erfolgreich gegangen sei, bis zum Burn-out. Und jetzt stehe er wieder kurz davor. Er habe sich dermassen auf ein Thema spezialisiert, dass es für ihn nur noch eine Handvoll Jobs gebe in der Schweiz.

„Wissen Sie was?“, meinte er. „Die Arbeit macht mir überhaupt keinen Spass, ich könnte viel schneller, freundlicher, engagierter sein. Doch mein einziges Ziel ist, mich hier abends rauszuretten. Und würde ich nicht jeden Abend eine Stunde joggen, wäre ich schon längst durchgedreht.“

Das war der Moment, ab dem das Coaching tatsächlich begann. Sein Strahlen begleitete mich noch lange nach dem Termin. Vor einigen Wochen schrieb er mir eine Mail, dass dies sein letzter Arbeitstag sei und er nun eine Auszeit nehme, um ein Projekt zu realisieren, das ihm am Herzen liege. „Danke für Ihre grossartige Unterstützung. Und dass Sie es mir nicht erlaubt haben, länger vor mir selber davonzulaufen.“, schrieb er nach dem allgemeinen Infotext.

Möchtst du deine Heimat finden, dich wieder wohl fühlen in deinem Job, entspannt, souverän und als Expertin erhobenen Hauptes durch den Tag gehen oder ist dein Thema eher das Aufräumen zuhause, lass‘ uns schauen, wo du stehst, wo du hinwillst und wie du dein Ziel mit Leichtigkeit erreichst.

Willkommen zuhause. Willkommen in dir.

Was passiert, wenn man seine eigenen Spielregeln ändert.

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Montagabend habe ich immer zur gleichen Zeit ein Telefoncoaching mit einer Dame in den Sechzigern aus dem Baselbiet, die ihre Dachwohnung entrümpeln möchte. Wobei MÖCHTE vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck dafür ist. Nachdem sich Handwerker angekündigt haben, ist aus dem WOLLEN und DÜRFEN ganz akut ein MÜSSEN geworden. Es geht um’s Image.

Jedenfalls hat sie einen festen Plan, an den sie sich hält: Einmal pro Woche ist Aufräumtag. Und damit hat sie vielen Leuten schon etwas voraus, mit dem Plan, meine ich. Letzte Woche rief sie mich wie vereinbart an und erzählte mir, warum sie überhaupt nicht zum Aufräumen gekommen sei. Wobei sie sich natürlich nicht zu rechtfertigen braucht. Doch es war ihr wichtig, mir zu schildern, wie ihr Tag verlaufen war. Sie hatte am Morgen länger geschlafen als üblich und nach dem ersten Kaffee den Briefkasten geleert. Dort fand sie die Abrechnung der letzten Heizperiode, welche von ihrer Verwaltung mit Verspätung zugestellt worden war. Dass sie eine Nachzahlung zu leisten hatte regte sie auf, zumal die Akontokosten massiv angehoben worden waren.

Dazu kam, dass die Auflistung nach ihrer Meinung nicht korrekt war. Sie suchte – und das ziemlich lange – die Unterlagen vom Vorjahr hervor und verglich die Zahlen, was einige Zeit in Anpruch nahm. Dazu unterhielt sie sich mit mehreren Nachbarn, wobei sich herausstellte, dass diese allesamt eine Gutschrift erhalten hatten, was ihr ebenfalls suspekt war. Ein Telefon an die Verwaltung mit einer leider nicht sehr kompetenten Mitarbeiterin vertrödelte weitere 20 Minuten. Und so ging es weiter bis Mitte Nachmittag.

Das Resultat: Meine Kundin war genervt, hatte nichts aufgeräumt bzw. bei der Suche zusätzliche Zwischenstapel produziert, kein Mittagessen zu sich genommen, die vereinbaren kurzen Pausen (10 Minuten pro volle Stunde) komplett vergessen und dazu plagten sie Kopfschmerzen. „Dieser Tag war mal wieder völlig für d Füchs!“, meinte sie und legte eine erwartungsvolle Pause ein. Ich wartete und als sie merkte, dass ich keine Antwort gab (es hatte ja auch niemand eine Frage gestellt), doppelte sie nach: „Wie soll ich so vorwärts kommen?“

Ich fragte sie, ob es die Möglichkeit gebe, dass sie am kommenden Tag einen Teil des Aufräumens nachholen würde? „Unmöglich. Am Dienstag mache ich xx, am Mittwoch yy, am Donnerstag zz und am Freitag geht es eh nicht. Normalerweise würde sie so Bürogschmäus immer am Wochenende erledigen.“ Ich fragte sie, warum sie nicht bis dann gewartet hatte und schmunzelte schon in mich hinein (ich hätte es nämlich auch nicht gemacht :-). „Es war mir zu wichtig und ich wollte das erledigt haben.“ Eine gute Haltung fand ich, doch leider hatte das Miniprojekt Dimensionen angenommen, mit denen sie nicht gerechnet hatte. „Wie wäre es gewesen, wenn Sie statt so lange nach der Abrechnung zu suchen gleich der Verwaltung angerufen hätten, um sich an einem anderen Tag einen Termin geben zu lassen (liegt zwei Busstationen entfernt, wie sie mir verriet) und gleich einzuflechten, dass sie gerne erklärt haben möchten, wie die Abweichung gegenüber dem Vorjahr zustandegekommen sei?“ Daran hätte sie gar nicht gedacht, meinte sie dazu.

Und was wäre schlimm daran, wenn sie diesen einen Tag halt einfach „abschreiben“ würde und in der Rubrik „gut gestartet und völlig woanders gelandet“ ablegen würde in ihrem Kopf?

Das brachte sie dann doch ein wenig ins Grübeln. „Sie wollen damit sagen, ich sei selber schuld?“, fragte sie etwas kleinlaut. Ich erklärte ihr, dass sie sich das mit der Schuld abschminken könne, das helfe niemandem. Es gehe mir mehr darum, dass sie sich selber offenbar keinen Spielraum gelassen habe. Der fixe Plan war, aufzuräumen. Das hatte sie offensichtlich nicht gemacht – im Gegenteil. Das sei eine Entscheidung. Statt den Brief beiseite zu legen, habe sie begonnen, die Unterlagen von letztem Jahr zu suchen, obwohl sie vermutet hatte, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Das sei die nächste Entscheidung, die sie getroffen habe. Nachdem das Vergleichen und Nachrechnen nichts gebracht hatte, hätte sie sich an ihre Nachbarn auf der Etage gewendet und hätte mit diesen das Thema intensiv diskutiert. Auch eine Entscheidung. Und dann 20 Minuten mit der Frau von der Verwaltung verbracht, obwohl sie schon zu Beginn merkte, dass die gute Dame nicht wirklich durchblickte. Schon wieder eine Entscheidung gefällt. So zog sich der Tag dahin, die Chose wurde je länger je unerfreulicher, der Energiepegel sank, die Laune ebenfalls und der Frust darüber, dass das Aufräumen flach gefallen war, war grenzenlos.

Natürlich ist es einfach, zurückzublicken und dies zu erkennen, vor allem, wenn wir Aussenstehende sind. Und doch kann es hilfreich sein, mal zu schauen, wo die ganze Zeit hingekommen ist. Und wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, ist es manchmal vielleicht sogar ganz praktisch, dass uns etwas dazwischenkommt oder sagen wir besser, wir etwas dazwischen lassen, das unseren Plan durchquert. Und das ist nicht böse gemeint, das ist menschlich. Wenn wir so fest an unserem Vorhaben festhalten, uns zeitlich keinen Spielraum und keine Alternative gönnen, wird es eng – für unser Vorhaben und speziell in unserem Kopf; das muss ja weh tun.

Wenn bei dir das nächste Mal nicht alles nach Plan läuft – dann mach‘ dich nicht noch selber fertig und runter. Hast du es eilig, gehe langsam, heisst es nicht umsonst.

Letzthin fragte mich jemand, was ich denn mache, wenn ich so viel Arbeit habe, dass ich nicht mehr wisse, wo mir der Kopf steht? 10 Minuten Pause.