Warum dein Körper keine Heilung braucht.

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Nun hatte es mich nach langer Zeit wieder mal erwischt. Die Grippe umarmte mich leidenschaftlich und scheinbar endlos. 

Ich durchlief verschiedene Stadien dieser – wie schon hinlänglich erfahren – rund sieben Tage dauernden Odyssee. Zuerst die Verdrängung: Nö, das wird schon nicht so schlimm, das ist nur ein Schnupfen. Dann die Erkenntnisphase: Oh weh, es ist doch ärger als befürchtet. Dann die Ok-ich-ergebe-mich-Phase: Da ging gar nichts mehr, meine Kopfschmerzen schienen kein Ende mehr zu nehmen und meine Gedanken spielten verrückt und erzählten mir tatsächlich, das würde nie mehr bessern. Besonders wirksam in Kombination mit der Warum-immer-ich?-Phase.

Und genau so gestaltete sich mein Medikamenten-Cocktail: Zuerst allopathische Grippemittel, die das Schlimmste verhindern sollten und es nicht taten. Dann Spagyrik, für den sanften Teil in mir und Inhalieren. Als die Kopfschmerzen immer ärger böser wurden (erstaunlich, dass etwas, das sich Höhle nennt, so schmerzen kann), waren die drei Tage, an denen ich allergiefrei Medis einnehmen kann, vorüber und ich hatte kein Kontigent mehr an Schmerzmitteln, die ich mir ohne roten Ausschlag auf dem Bauch und nicht endendem Juckreiz reinwerfen konnte.

Tja, wie weiter? Ich war arg im Stress. Obwohl ich krank war und Ruhe und Erholung brauchte, plagte ich mich damit, was ich ausprobieren sollte, surfte, befragte Facebook und den Rest der virtuellen Welt. 

Irgendwann nahm ich eins von Byron Katies Büchern zur Hand und las: „Wir haben seit Generationen versucht, unsere Körper zu heilen und sie werden noch immer krank, alt und verseucht. Kein Körper wurde letztendlich je geheilt. Es geht ausschliesslich darum, den Verstand zu heilen. Deine Krankheiten und Organe ängstigen dich, damit du deine Gedanken über sie hinterfragen kannst. Das ist das Ende der Verwirrung und bedeutet Freiheit von der Identifikation mit dem Körper.“

Es geht ausschliesslich darum, den Verstand zu heilen … Wenn ich mir anschaute, mit was für Gedanken ich mich die vergangenen Tage auf Trab gehalten hatte, stimmte das tatsächlich. Was da abging, vor allem nachts, wenn ich nicht schlafen konnte, war filmreif – Horror pur. Ich drohte meinem Körper, er solle ja nicht krank werden. Und als er es wurde, hetzte ich ihn und schrieb ihm vor, bis wann ich wieder gesund sein wollte.

Wenn ich ja eh eine Woche krank bin – und auch das ist nur ein Glaubenssatz, der natürlich aus meiner jahrzehntelangen „Erfahrung“ mit Erkältungen entstanden ist – kann ich die Medis auch weglassen und mir Ruhe gönnen, meinen Spagyrikspray nehmen (einen und nicht drei parallel), Tee trinken, meine neue Nasendusche ausprobieren, Inhalieren – alles sanfte Methoden, die mir gut tun. Und wenn ich das Kopfweh doch noch kriegen sollte, habe ich ja noch die Schmerztabletten im Köcher. 

Und mein Verstand hat sensationelle Arbeit geleistet, er hat mich nämlich nur an die Sequenzen erinnert, die mein negatives Bild unterstützt haben. Es stimmt nämlich gar nicht, habe ich mit der Work herausgefunden, jedenfalls nicht so absolut, wie ich es mir seit langem erzähle:

  • Ich bin entweder gesund oder krank. 
    Ich fühlte mich schon ein paar Tage vorher müde. Und ignorierte es.
  • Am Schluss der Erkältung kriege ich immer schlimmen Husten. 
    Ein bisschen Husten habe ich, ja. Nicht weiter tragisch.
  • Diese Schmerzen gehen nie mehr vorbei.
    Nach zwei Tagen und Nächten waren sie weg, wie früher schon.

Und als ich realisiere, wie unfreundlich ich mit mir umgegangen war, wo mein Körper mich doch so gebraucht hätte und mir etwas mitteilen wollte, war ich wieder dankbar dafür, dass es mir so oft so gut geht. Und versuchte nicht mehr, das Kranksein bzw. meinen Körper als etwas ausserhalb von mir anzusehen, das (gerade) nicht zu mir gehört.

Und erfreut darüber, dass ich dennoch sanfter als früher zu mir bin. Da hatte ich nämlich Homöopathie aus der Drogerie, die ich alle 15 Minuten nehmen sollte, bis es bessert. Für Perfektionisten ein Grauen: Ich wollte es doch so gut machen und ganz schnell gesund werden und stellte die Eieruhr, alle 15 Minuten aufs Neue. Und mein Körper war so müde und hätte so gerne nur geschlafen …

Das Hotel Mama sucht den Ausstieg.

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Tja, da stand ich nun, mitten in der blank geputzten Küche meiner Kundin. Ich sah einige Papierfetzen herumliegen und suchte mit den Augen unauffällig nach dem angekündigten Chaos, das es aufzuräumen galt. Wenn ich den Hals etwas streckte, erblickte ich einen weiteren Papierstapel.

Es erinnerte mich an einen früheren Einsatz, wo ich in ein vermeintliches Tohuwabohu gerufen wurde, um vor Ort festzustellen, dass die Wohnung tiptop aufgeräumt und geputzt war. Leider wusste ich damals noch nichts vom mentalen Aufräumen, sonst hätte ich mich mit der Dame an den Tisch gesetzt, um mit ihr die Gedanken, die offensichtlich mit der Realität wenig gemeinsam hatten, zu überprüfen. Aber zurück zu meinem ersten Beispiel:

Die Kundin arbeitete halbtags und hatte eine Familie mit zwei erwachsenen Söhnen und einem Ehemann. Sie schwärmte davon, mal endlich etwas Zeit für sich zu haben. Auf meine Frage, was sie denn davon abhalten würde, zählte sie mir alle ihre Pflichten auf. Die drei Herren der Schöpfung waren erwartungsgemäss nicht eingebunden ins Haushaltprogramm, die seien ja alle am Arbeiten tagsüber und hätten extrem strenge Jobs. Und keine Zeit, um eine Zeitung oder die Werbeprospekte, die von den diversen Discountern ins Haus flatterten, anzuschauen. Und da sie nicht wollte, dass diese etwas verpassen, übernahm sie diese Arbeit, schnitt liebevoll Aktionen aus, malte sie mit dem Leuchtmarker an und überraschte die Familie mit ihren Aufmerksamkeiten. Leider kam dies je länger je mehr nicht mehr so gut an, die Jungen waren eher genervt bzw. wenn sie ein Angebot gut fanden, hatten sie natürlich keine Zeit, um diese Besorgung zu erledigen – also übernahm die Mutter dies gleich mit.

Es ging so weit, dass die für ihren jüngsten Sohn die Zigarettenaktionen ausschnitt, damit er die einmalige Chance nicht verpasste, fünf Franken pro Stange Zigi zu sparen. Ich sagte zur ihr, sie sei die erste Mutter, die es gut finde, dass ihr Teenie raucht. Sie schaute mich erstaunt an und fragte mich, wie ich denn darauf kommen würde. Selbstverständlich sei sie total dagegen, dass er rauche. Auf meine Rückfrage, weshalb sie ihn dann noch aktiv darauf aufmerksam machen würde und meinen Tipp hin, sie solle jetzt bitte nicht sagen „er rauche ja sowieso“, wurde sie sehr still. 

Und dann machten wir The Work. Statt im tatsächlich ziemlich strub aussehenden Büro Papier zu sortieren, machten wir Ordnung in ihrem Kopf. Denn sie sah plötzlich sehr verlassen und unglücklich aus. Und das war ja nicht die Idee. Ich schaute sie liebevoll an und fragte sie, ob sie Lust hätte auf ein kleines Experiment. Darauf hin fragte ich sie, was das Schlimmste sei, was passieren könnte, wenn sie diese Art von Dienstleistungen einstellen würde bzw. ihrer Family mitteilen würde, sie hätte künftig keine Zeit mehr dafür und sie sollten die Prospekte bitte selber durchsehen.

Sie zählte Dinge auf wie: Ich bin für nichts mehr gut. Ich bin überflüssig. Sie ziehen aus und nehmen sich eine eigene Wohnung. Ich werde nicht mehr gebraucht. Sie sind wütend auf mich. Sie denken, ich hätte Wichtigeres zu tun, als für die Familie dazusein. Wir haben keinen Gesprächsstoff mehr am Mittagstisch. Mein Mann denkt, ich sei jetzt auch eine von diesen modernen Frauen, die sich für alles zu schön sind und Flausen im Kopf haben … Und viele Sätze mehr.

Erstaunt es noch jemanden, dass diese dynamische, attraktive Frau im besten Alter buchstäblich keine Zeit für sich finden durfte und sich nonstop nützlich machen musste? Mich nicht. Nach der Work startete sie ganz aufgeregt mit 15 Minuten pro Nachmittag – für sich …

Das ist genau, was ich dir aufzeigen möchte. Das Aufräumen war nicht das wirkliche Problem. So lange dieser Mensch seine Gedanken glaubt, wird ihn sein Unterbewusstsein blockieren und es nicht zulassen, dass er ein ganz kleines bisschen Freiheit schnuppert. 

Was möchtest du schon so lange gerne tun und es passiert ganz einfach nie?

Kriegst du die Schreckensbilder nicht mehr aus deinem Kopf?

abstract-19141_960_720So geht es mir auch nach dem gestrigen Ereignis auf dem Berliner Weihnachtsmarkt, der 12 Tote und 48 Verletzte gefordert hat. Was ich in solchen Augenblicken tue? Ich schaue mir meine Gedanken dazu an. Das ist mein persönlicher Beitrag zum Frieden in mir. Dem einzigen Ort, wo ich im Augenblick etwas tun kann. Wie du das machen kannst, zeige ich dir gerne am Telefon oder über Skype. Schick‘ mir eine Message. Aus aktuellem Anlass schenke ich dir dazu im Dezember eine Stunde The Work.

Was ich dir damit aufzeigen möchte, ist die Bandbreite von Themen, die mit The Work angeschaut werden können. Es ist für jedes Thema geeignet, das dich stresst. Und in den Umkehrungen meiner Gedanken durfte ich meine eigene Gewaltbereitschaft entdecken …

Video

Mein Hund nervt.

Dank The Work of Byron Katie innert Minuten entspannt. Ein praktisches Beispiel vom heutigen Hundespaziergang und meinem Stress mit dem 11-jährigen Cairn Terrier Kaylen, der es mal wieder so was von nicht eilig hatte …

Und beim nächsten Video warte ich mal ein paar Sekunden, bevor ich mit Sprechen anfange, damit ich die Grimasse vorne rausschneiden kann :-). Und nehme statt ipad das iphone, da wird die Qualität um Welten besser. 

∆ Aufgeräumt denken ∆

Was kaum jemand über mich weiss …

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Als Wunder (griechisch θαῦμα thauma) gilt umgangssprachlich ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Es bezeichnet demnach allgemein etwas Erstaunliches und Außergewöhnliches. (Wikipedia)

In meiner Coachingausbildung hatten wir die Aufgabe aufzuschreiben, was andere auf keinen Fall über einen wissen dürften. Etwas, das uns so was von peinlich und unangenehm ist, uns beschämt, dass wir am liebsten nie wieder darüber nachdenken, geschweige denn jemandem davon erzählen möchten. 

Schon Einstein wusste, dass wenn sich andere Ergebnisse einstellen sollten, es neue Handlungen braucht. Was war naheliegender, als mit meiner eigenen Methode The Work das Thema anzuschauen. Und da es ziemlich kniffelig ist, sich selber an den Haaren aus dem berühmten Sumpf zu ziehen, überliess ich die Begleitung durch meine Geschichte, die Vorurteile über die nicht buchenden Kunden, das fehlende Geld, meine Schuldgefühle, weil ich es nicht auf die Reihe kriegte, egal, wie sehr ich mich angestrengt hatte, und vieles mehr einem versierten Kollegen. Ich investierte in mich selbst und startete eine Coachingserie, offen für alles, was dabei herauskommen sollte.

Und so viel ich schon an diesen Themen gearbeitet habe, es kommt immer wieder die Herkunftsfamilie zum Vorschein, und die hat allerhand zu bieten :-).

Aber ich wollte ja etwas zum Thema Wunder erzählen und was kaum jemand über mich weiss bzw. nach diesem Posting müsste es dann eher heissen wusste.

Vor einigen Jahren bemerkte ich, dass mein Gehör nachlässt, das ist sehr unangenehm und beängstigend, wenn frau noch nicht mal 50 ist. Ich habe es sehr lange verdrängt, bis ich eines Tages ein Referat vergeigt habe, da ich die Fragen der Zuhörenden nicht richtig verstand. Ok, einmal nachfragen ist ja drin, aber auch dann kamen nur Bruchstücke davon in meinem Hirn an. Ich gab dann irgendeine 08/15-Antwort, was ja gar nicht meine Art ist und auch meiner Kompetenz zu dem Thema keine Genüge tat. Und ein weiterer Effekt war, dass ich ohne Punkt und Komma redete, das Fragen stellen bis ans Ende herauszögerte und die armen Leute total zutextete. Es hätte eine meiner wertvollsten Referenzen werden können, doch das Feedback kam postwendend. Professionell, höflich und knallhart. Das war der Punkt, wo ich mich entschied, mich dem Problem zu stellen und mir Unterstützung zu holen.

Seit ich nun in der beschriebenen Coachingserie bin, fühlt sich nicht nur mein Business viel leichter und entspannter an, ich höre plötzlich Dinge, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt. Zum Beispiel haben wir eine antike Pendeluhr. Bevor die Stunde schlägt, macht sie ein kurzes Bimmelgeräusch, das habe ich gestern das erste Mal gehört. Oder meinen Wecker, der morgens im oberen Stockwerk läutet, weil ich ihn vergessen habe abzustellen. Bislang rief mein Schatz mir zu: „Du, dein Wecker läutet.“ Doch heute Morgen war er nicht da, der Schatz; ich stand in der Küche und hörte ein Geräusch – meinen Wecker!

Mir war schon länger klar, dass es für mich darum geht, nach innen zu hören – und genau das machen wir mit The Work. Und dass sich oft etwas in einem Bereich verändert, den wir gar nicht aktiv anschauen, wusste ich aus eigener Erfahrung auch. Doch es zu erleben zu einem Handicap, das ich schon so lange mein Eigen nenne und zu dem ich nicht mehr glaubte, dass ein Fortschritt (in die positive Richtung notabene) möglich wäre, das ist mein ganz persönliches WUNDER, das ich mit dir teilen möchte. ❤

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Wofür schämst du dich am meisten?

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Es liegen drei Tage Weiterbildung mit The Work of Byron Katie hinter mir – mit meinem geschätzten Kollegen, Markus Tauchmann, aus Zürich. Immer wieder faszinierend, was für ein Raum des Friedens und der Stille sich auftut mit The Work. In jedem einzelnen. Und wie schön, diesen Frieden mit mir ins Aussen zu tragen. Mein Wunsch für das Seminar war, mein Ur-Vertrauen wieder zu entdecken und zu stärken.

Es passierte mir in der Vergangenheit laufend, dass ich glaubte, andere wüssten besser, was für mich gut ist, als ich selbst. Endlich meinte ich, jemanden gefunden zu haben, der genau weiss, wie mein Weg, meine Berufung, meine Lebensaufgabe aussieht. Kennst du das auch?

The Work bringt  mich immer wieder dort hin zurück, wo ich hin gehöre, zu meinem Kern. Der meine innere Wahrheit beinhaltet und meine Antworten. Ich bin zutiefst dankbar, dass es diese Methode gibt. Wer soll der Experte für mein Leben sein, wenn nicht ich?

Gibt es ein Thema in deinem Leben, wofür du dich abgrundtief schämst, das du noch nie jemandem anvertraut hast? Vielleicht begleitet es dich seit Jahrzehnten und beeinflusst die Beziehung zu dir selber und anderen Menschen negativ, ohne dass du den Zusammenhang bisher erkennen konntest.

Weil du es nicht zulässt, darüber nachzudenken, weil es zu sehr weh tut. Und du nur immer die Resultate siehst, die überhaupt nicht so sind, wie du sie haben wolltest: Schon wieder den Job verloren, verlassen worden, an den falschen Mann geraten?

Du kannst es nicht ertragen, über bestimmte Themen zu reden oder darüber zu lesen? Du hast Angst, dass jemand entdeckt, wie klein und unbedeutend du dich hinter der auf Hochglanz polierten Fassade fühlst? Je mehr du dir den Kopf zermarterst, desto schlechter fühlst du dich? Ich habe etwas viel Besseres gefunden, als noch länger darüber nachzudenken – das tun wir eh schon die ganze Zeit – und unser Verstand ist mit seiner „Ich schau mal im Archiv nach, was ich zu dem Thema finde“-Mentalität nicht immer hilfreich. Er tut seinen Job, alles ok damit. Du findest dort Argumente, Erklärungen, Rechtfertigungen, die dir das Gefühl geben, im Recht zu sein. Das fühlt sich schon etwas besser an, doch versöhnt es dich wirklich mit dir und deiner Situation?

Egal, was dein Thema ist und auch wenn du noch nicht genau weisst, wie du es anpacken sollst, The Work bringt dich dort hin zurück, wo Antworten und Vergebung auf dich warten. Sanft und wirkungsvoll. Ich begleite dich auf deinem Weg, spanne das Netz aus The Work, das dich auffängt und trägt. 

Und ja, mein Seminarwunsch hat sich ganz entspannt erfüllt. 

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