Warum das Coaching erst begann, als der Chef auftauchte.

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Kennst du das?

Du spürst, dass du etwas verändern solltest, ganz dringend sogar. Und du nimmst alle Umwege und nutzt alle Ausreden, die gerade verfügbar sind, nur um die Ursache nicht anschauen zu müssen.

Weil es zu viel Veränderung bedeuten würde. Weil es unbekannt und Angst einflössend ist. Weil der Schmerz so vertraut und berechenbar ist. Da kennst du dich aus, gell?

Und wie geht es jetzt weiter für dich? Schmuggelst du dich durch und erzählst dir die Geschichte, dass es eigentlich ganz gut läuft bei dir? Tröstest du dich damit, dass es den anderen auch nicht besser geht im Job? Findest du es manchmal ganz praktisch, so lange für deine Arbeit zu brauchen, denn dann gibt dir keiner was Zusätzliches? Dreh‘ und wende es, wie du möchtest. Und nichts gegen dein BüroChaos zu unternehmen ist übrigens auch eine Entscheidung.

Möglicherweise liegt deine Baustelle ganz woanders? Ich traf Menschen, die super organisiert waren im Büro, doch abends so ausgepowert, dass es für die Wohnung nicht mehr reichte oder sie hatten die Diskussionen mit Partner/Kindern satt und liessen einfach alles schleifen. Die Post flog auf einen Haufen, die Küche sah aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte, im Badezimmer türmten sich Kleider und im Wohnzimmer blieb kaum ein Platz, um sich hinzusetzen.

Lass‘ mich dir dazu eine kleine Geschichte erzählen, die ich mit einem Kunden, nennen wir ihn Bruno, erlebt habe: Besagter Bruno buchte ein ganztägiges Coaching mit mir in seinem Büro. Sein Chef hatte ihm gesagt, er müsste effizienter arbeiten, bei den Partnern dynamischer auftreten und mehr Eigeninitiative entwickeln.

Bruno stand mir eines Samstagmorgens an der Begrüssungstheke seines Büros gegenüber. (Richtig, wir standen da über eine Stunde, er wollte partout nicht absitzen und bewegte sich erst, als ich um ein Glas Wasser bat). Tja, er erzählte davon, was er alles macht, auf welche Art und warum. Klang alles soweit plausibel. Ziemlich unangenehm war, dass Bruno immer an mir vorbeischaute, während er mit mir sprach. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich fragte ihn nach dem Grund, wissend, dass er das nicht absichtlich tat. Das war der Moment, wo er vorschlug, sich hinzusetzen.

Er zeigte mir seine akribisch und säuberlich beschrifteten Ordner, wie er welche Pendenzen bewirtschaftet und entpuppte sich als mustergültiger Organisator. Nur, was machte ich hier, wenn er augenscheinlich ja alles im Griff hatte? Um dem Ganzen noch eine extra Ration Dynamik zu verleihen, kam „zufällig“ sein Chef an diesem Samstagmorgen hereingeschneit. Und vorbei war es mit seiner Contenance. Der zuvor souverän wirkende Mann schrumpfte in sich zusammen, als er seinen Boss erblickte.

„Ich schlage vor, wir gehen ins Sitzungszimmer!“, meinte er und flüchtete förmlich in den anderen Raum. Der Bann war gebrochen. Er schaute mir traurig in die Augen und sagte, er habe meinen Werdegang studiert auf der Webseite, meinen Weg, den ich gegangen sei, bis ich endlich meine Berufung, das Aufräumen, gefunden hatte. „Braucht es nicht sehr viel Mut, sich selbständig zu machen?“, fragte er zaghaft. Ich lachte und erzählte ihm alles darüber, was er wissen wollte und seine Augen strahlten unaufhörlich. Ein Licht war entzündet worden. Er erzähle mir, dass er seinen beruflichen Weg sehr konsequent und erfolgreich gegangen sei, bis zum Burn-out. Und jetzt stehe er wieder kurz davor. Er habe sich dermassen auf ein Thema spezialisiert, dass es für ihn nur noch eine Handvoll Jobs gebe in der Schweiz.

„Wissen Sie was?“, meinte er. „Die Arbeit macht mir überhaupt keinen Spass, ich könnte viel schneller, freundlicher, engagierter sein. Doch mein einziges Ziel ist, mich hier abends rauszuretten. Und würde ich nicht jeden Abend eine Stunde joggen, wäre ich schon längst durchgedreht.“

Das war der Moment, ab dem das Coaching tatsächlich begann. Sein Strahlen begleitete mich noch lange nach dem Termin. Vor einigen Wochen schrieb er mir eine Mail, dass dies sein letzter Arbeitstag sei und er nun eine Auszeit nehme, um ein Projekt zu realisieren, das ihm am Herzen liege. „Danke für Ihre grossartige Unterstützung. Und dass Sie es mir nicht erlaubt haben, länger vor mir selber davonzulaufen.“, schrieb er nach dem allgemeinen Infotext.

Möchtst du deine Heimat finden, dich wieder wohl fühlen in deinem Job, entspannt, souverän und als Expertin erhobenen Hauptes durch den Tag gehen oder ist dein Thema eher das Aufräumen zuhause, lass‘ uns schauen, wo du stehst, wo du hinwillst und wie du dein Ziel mit Leichtigkeit erreichst.

Willkommen zuhause. Willkommen in dir.

Was passiert, wenn man seine eigenen Spielregeln ändert.

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Montagabend habe ich immer zur gleichen Zeit ein Telefoncoaching mit einer Dame in den Sechzigern aus dem Baselbiet, die ihre Dachwohnung entrümpeln möchte. Wobei MÖCHTE vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck dafür ist. Nachdem sich Handwerker angekündigt haben, ist aus dem WOLLEN und DÜRFEN ganz akut ein MÜSSEN geworden. Es geht um’s Image.

Jedenfalls hat sie einen festen Plan, an den sie sich hält: Einmal pro Woche ist Aufräumtag. Und damit hat sie vielen Leuten schon etwas voraus, mit dem Plan, meine ich. Letzte Woche rief sie mich wie vereinbart an und erzählte mir, warum sie überhaupt nicht zum Aufräumen gekommen sei. Wobei sie sich natürlich nicht zu rechtfertigen braucht. Doch es war ihr wichtig, mir zu schildern, wie ihr Tag verlaufen war. Sie hatte am Morgen länger geschlafen als üblich und nach dem ersten Kaffee den Briefkasten geleert. Dort fand sie die Abrechnung der letzten Heizperiode, welche von ihrer Verwaltung mit Verspätung zugestellt worden war. Dass sie eine Nachzahlung zu leisten hatte regte sie auf, zumal die Akontokosten massiv angehoben worden waren.

Dazu kam, dass die Auflistung nach ihrer Meinung nicht korrekt war. Sie suchte – und das ziemlich lange – die Unterlagen vom Vorjahr hervor und verglich die Zahlen, was einige Zeit in Anpruch nahm. Dazu unterhielt sie sich mit mehreren Nachbarn, wobei sich herausstellte, dass diese allesamt eine Gutschrift erhalten hatten, was ihr ebenfalls suspekt war. Ein Telefon an die Verwaltung mit einer leider nicht sehr kompetenten Mitarbeiterin vertrödelte weitere 20 Minuten. Und so ging es weiter bis Mitte Nachmittag.

Das Resultat: Meine Kundin war genervt, hatte nichts aufgeräumt bzw. bei der Suche zusätzliche Zwischenstapel produziert, kein Mittagessen zu sich genommen, die vereinbaren kurzen Pausen (10 Minuten pro volle Stunde) komplett vergessen und dazu plagten sie Kopfschmerzen. „Dieser Tag war mal wieder völlig für d Füchs!“, meinte sie und legte eine erwartungsvolle Pause ein. Ich wartete und als sie merkte, dass ich keine Antwort gab (es hatte ja auch niemand eine Frage gestellt), doppelte sie nach: „Wie soll ich so vorwärts kommen?“

Ich fragte sie, ob es die Möglichkeit gebe, dass sie am kommenden Tag einen Teil des Aufräumens nachholen würde? „Unmöglich. Am Dienstag mache ich xx, am Mittwoch yy, am Donnerstag zz und am Freitag geht es eh nicht. Normalerweise würde sie so Bürogschmäus immer am Wochenende erledigen.“ Ich fragte sie, warum sie nicht bis dann gewartet hatte und schmunzelte schon in mich hinein (ich hätte es nämlich auch nicht gemacht :-). „Es war mir zu wichtig und ich wollte das erledigt haben.“ Eine gute Haltung fand ich, doch leider hatte das Miniprojekt Dimensionen angenommen, mit denen sie nicht gerechnet hatte. „Wie wäre es gewesen, wenn Sie statt so lange nach der Abrechnung zu suchen gleich der Verwaltung angerufen hätten, um sich an einem anderen Tag einen Termin geben zu lassen (liegt zwei Busstationen entfernt, wie sie mir verriet) und gleich einzuflechten, dass sie gerne erklärt haben möchten, wie die Abweichung gegenüber dem Vorjahr zustandegekommen sei?“ Daran hätte sie gar nicht gedacht, meinte sie dazu.

Und was wäre schlimm daran, wenn sie diesen einen Tag halt einfach „abschreiben“ würde und in der Rubrik „gut gestartet und völlig woanders gelandet“ ablegen würde in ihrem Kopf?

Das brachte sie dann doch ein wenig ins Grübeln. „Sie wollen damit sagen, ich sei selber schuld?“, fragte sie etwas kleinlaut. Ich erklärte ihr, dass sie sich das mit der Schuld abschminken könne, das helfe niemandem. Es gehe mir mehr darum, dass sie sich selber offenbar keinen Spielraum gelassen habe. Der fixe Plan war, aufzuräumen. Das hatte sie offensichtlich nicht gemacht – im Gegenteil. Das sei eine Entscheidung. Statt den Brief beiseite zu legen, habe sie begonnen, die Unterlagen von letztem Jahr zu suchen, obwohl sie vermutet hatte, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Das sei die nächste Entscheidung, die sie getroffen habe. Nachdem das Vergleichen und Nachrechnen nichts gebracht hatte, hätte sie sich an ihre Nachbarn auf der Etage gewendet und hätte mit diesen das Thema intensiv diskutiert. Auch eine Entscheidung. Und dann 20 Minuten mit der Frau von der Verwaltung verbracht, obwohl sie schon zu Beginn merkte, dass die gute Dame nicht wirklich durchblickte. Schon wieder eine Entscheidung gefällt. So zog sich der Tag dahin, die Chose wurde je länger je unerfreulicher, der Energiepegel sank, die Laune ebenfalls und der Frust darüber, dass das Aufräumen flach gefallen war, war grenzenlos.

Natürlich ist es einfach, zurückzublicken und dies zu erkennen, vor allem, wenn wir Aussenstehende sind. Und doch kann es hilfreich sein, mal zu schauen, wo die ganze Zeit hingekommen ist. Und wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, ist es manchmal vielleicht sogar ganz praktisch, dass uns etwas dazwischenkommt oder sagen wir besser, wir etwas dazwischen lassen, das unseren Plan durchquert. Und das ist nicht böse gemeint, das ist menschlich. Wenn wir so fest an unserem Vorhaben festhalten, uns zeitlich keinen Spielraum und keine Alternative gönnen, wird es eng – für unser Vorhaben und speziell in unserem Kopf; das muss ja weh tun.

Wenn bei dir das nächste Mal nicht alles nach Plan läuft – dann mach‘ dich nicht noch selber fertig und runter. Hast du es eilig, gehe langsam, heisst es nicht umsonst.

Letzthin fragte mich jemand, was ich denn mache, wenn ich so viel Arbeit habe, dass ich nicht mehr wisse, wo mir der Kopf steht? 10 Minuten Pause.

Ich brauche mehr Zeit …

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Zeit ist ja etwas total Faszinierendes, nicht? Während die einen sich langweilen, sei es, dass sie ihre Lebens-Zeit in einem Bore-Out Job absitzen oder arbeiten bis zum Umfallen, nur um keine freie Zeit zu haben, rennen andere der Zeit krampfhaft hinterher und erzählen sich die Geschichte, dass alles besser oder zumindest anders wäre, wenn sie denn mehr davon hätten.

Ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten, dass ich immer dann, wenn mir der Kopf rauchte und ich nicht wusste, wo ich mit der Arbeit beginnen sollte, irgendwann verstand, dass das Beste, was ich überhaupt tun konnte, mal erst mal NICHTS TUN war. Du liest richtig: NICHTS. Denn ein verwirrter Geist bringt keine guten Ergebnisse hervor, er hetzt herum wie ein kopfloses Huhn, macht sich und die anderen verrückt. Mein NICHTS bestand zum Beispiel darin, eine Tasse Tee zu trinken, was mir prompt den einen oder anderen Kommentar meiner früheren Kollegen einbrachte: „Du hast vielleicht Nerven, jetzt, wo’s hier so hektisch her und zu geht, eine Pause zu machen!“. Ja, genau das war es, was wir am dringendsten brauchten: Nerven. Nerven wie Drahtseile, die uns klar denken liessen, um gute Entscheidungen zu fällen und sie konsequent durchzuziehen.

Was tust du für dich in einem Moment, wo du in deinem Büro sitzt, am Rad drehst, dir alles aus den Fingern zu gleiten scheint?

Wo darf die Reise denn hin gehen?

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Wie weit ist weit genug? Träumst du davon, alles hinter dir zu lassen, für ein paar Wochen zu verreisen, an einen Ort, wo dich keiner kennt? Wo alle deine Probleme auf ein Minimass zusammenschrumpfen? Dich weder Mann noch Arbeitskollegen nerven, du einfach deine Ruhe hast?

Liest sich nicht schlecht. Funktioniert es auch? Meine mutige Aktion beschränkte sich vor Jahren darauf, ein paar Tage alleine zu verreisen und ich merkte, wie alleine ich mich mit mir fühlen kann. Das machte mich noch trauriger als gemeinsam in der Beziehung einsam zu sein. Sicher hast du den Spruch „Man nimmt sich immer mit“ schon gehört. Er sollte sich bewahrheiten. Ich schien ganz einfach nicht fürs Alleinsein geschaffen.

Wenn mir der Sinn danach stand, war ich nie lange alleine. Ich wollte unbedingt zu jemandem gehören. Und wie es so kommt, ich geriet immer an sehr eigenständige Männer, die sehr gut für sich schauen konnten und ihren Urlaub total genossen. Statt kundzutun, dass mir langweilig ist oder dass ich mir das etwas anders vorgestellt hatte, verkrümelte ich mich in meine Innenwelt und träumte den schönen Traum weiter.

Es blieb mir nichts anderes übrig, als zu lernen, für mich da zu sein, wenn meine Begleiter keine Anstalten machten, diesen Job zu übernehmen. Und für jemanden, der so verwöhnt und umhätschelt aufgewachsen ist wie ich, ein hartes Los.

Und heute? Ja, immer mal wieder tappe ich voll in mein Prinzessinen-Näpfchen, fühle mich vernachlässigt und unbedeutend. Und erlaube mir, zu wählen. Will ich weiter in meinem Sumpf herum dümpeln oder wechsle ich die Spur? Ja, immer häufiger entscheide ich mich für den Spurwechsel, auf die Überholspur notabene. Manchmal auch für den mentalen „Pannenstreifen“, wo ich die „Warnblinker“ setze, herunterfahre und spüre, was ich genau in dem Moment für mich tun kann.

Atmen ist ein guter Tipp, bewusst atmen und darauf vertrauen, dass sich alles in meinem Inneren ordnet. Weil alle Antworten schon da sind. Und wenn ich die Ohren auf die Frequenz „innen“ ausrichte, kann ich sie hören.

Warum es um mehr als nur Aufräumen geht.

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Aufräumen hört sich ziemlich langweilig an, um nicht zu sagen öde. Die meisten Menschen mögen allein das Wort nicht. Es erinnert sie an so vieles, das sie nicht auf die Reihe kriegen – und wer mag das schon?

Sich Unterstützung zu holen für etwas so Banales und dafür noch Geld zu bezahlen, erscheint vielen Menschen suspekt. Wenn ich in den vergangenen Jahren als professioneller AufräumCoach etwas lernen durfte, dann, dass diese langweilig anmutende Tätigkeit, die dich so viel wertvolle Zeit kostet, sehr viel mehr beinhaltet, als du es auf den ersten Blick erahnen würdest und dass die Wirkung des Aufräumens auf unser gesamtes Leben masslos unterschätzt wird.

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Stell‘ dir mal ein Haus vor: Der Keller ist ein Symbol für deine Wurzeln, deine Vergangenheit, in der Mitte der Wohnraum und zuoberst der Estrich oder das ausgebaute Dachgeschoss stehen stellvertretend für deine Gedanken und deine Zukunft. Klingelt es schon? Wie viel Ballast schleppst du aktuell mit dir herum? Und wundert es dich noch, dass du nicht in die Gänge kommst? Nicht nur zuhause, sondern überhaupt in deinem Leben? Spannend ist auch der Eingangsbereich: Komm‘ mal so rein, als ob du ein willkommener Besucher wärest und schau‘ dich um. Was siehst du als Erstes, wenn du durch die Haus- oder Wohnungstür schreitest, was begrüsst dich und heisst dich willkommen?

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Mehr als 10 % der Arbeitszeit werden vergeudet, um nach den richtigen Unterlagen zu suchen. Das sage nicht ich, sondern das hat das renommierte Fraunhofer Institut in Deutschland herausgefunden. Bei einer 40 h-Woche ist das ein 1/2 Tag!

Wie Aussen so Innen, hast du bestimmt schon oft gehört und gelesen. Und genau so ist es. Aufräumen setzt ungeahnte Energie frei. Be-freit im wahrsten Sinne des Wortes. Und gemeinsam finden wir den Weg, damit es nicht nur alle Schaltjahre zum Erfolgserlebnis wird, sondern du dein Mass an Ordnung und Übersicht findest, das du brauchst, um dich wohl zu fühlen – und das ganz easy.

PS: Das obige Mandala hat der verstorbene Vater meines Mannes gemalt. Danke, dass ich es verwenden darf.

Falls du lieber hörst als guckst.

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Vielleicht hast du in meinem Blog entdeckt, dass ich ein paar Videos aufgenommen habe zum Thema Aufräumen. Falls du lieber zuhörst als das bewegte Bild zu betrachten, neu gibt es meine Texte auch als Podcast.

Damit du nichts verpasst, gibt’s hier die Möglichkeit, meinen SoundCloud-Kanal zu abonnieren. Viel Spass beim Zuhören.

Und ich freue ich auf deinen Kommentar. Zu welchem Themen möchtest mehr von mir hören?

8 Jahre AufräumCoach

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Danke, BüroProjekt, du bist und bleibst meine Passion.

Am 17. März 2009 gestartet als scheue Idee und in der Zeit so viele Menschen aus über 50 Branchen glücklich gemacht und sie dabei unterstützt, ihr Zuhause wieder in ein Daheim zu verwandeln, Arbeitsplätze zu schaffen, an die man sich morgens mit Freude hinsetzt und ganz viele aufgeräumte Köpfe & Gedanken, die Klarheit und damit ihren Weg durchs Leben mit mehr Leichtigkeit gefunden haben.

Ich bin stolz auf dich und mich.

 

You will stumble.

You will fall and bruise yourself.
You will feel like giving up.
The path won’t always seem clear.

But remember, friend:
You are forever on the path.

Losing the path is part of the path.
Forgetting the path is part of the path.

Your true path cannot be lost.
Your true path is wherever YOU are!

(Jeff Foster)

Wenn die Fehlerkultur flöten geht.

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… nein, offensichtlich nicht …

Ich erinnere mich an einen Auftrag, den ich in einer früheren Firma mal hatte. Es ging um eine Broschüre mit rund 40 Seiten und ich war verantwortlich dafür: Dass die Texte geschrieben, Fotos geschossen und passend dazu arrangiert wurden. So weit, so gut. Es gab mehrsprachige Versionen und ich machte den letzten Check. Blöd, dass sich Deutsch und Englisch in gewissen Wörtern nur durch 1 (!) Buchstaben unterscheiden und das darüber bestimmt, ob das Wort richtig oder falsch geschrieben ist. Tja, du ahnst es schon, beim Vergleichen der Versionen ist genau das passiert, ich habe dieses „Detail“ vor lauter Lesen überlesen. 

Die Broschüre wurde in einer fünfstelligen Auflage und in beiden Sprachen gedruckt und ausgeliefert. Und meine Welt war in Ordnung, das anspruchsvolle Projekt nach Monaten Knochenarbeit, Anpassungen, hin und her endlich erfolgreich abgeschlossen. Dachte ich.

Bis zu dem Moment, wo der Telefonanruf kam und ich gefragt wurde, ob ich „es“ schon bemerkt hätte. „Öh, was denn genau?“, fragte ich mit einem unguten Gefühl zurück. Von einer Sekunde auf die nächste war nichts mehr, wie es war. Voller Panik schnappte ich mir mein Belegsexemplar – und tatsächlich! Ich überlegte, ob ich warten sollte, bis mein Chef es selbst entdeckte oder es ihm jemand erzählen würde. Mir war kotzübel, doch ich entschied mich schweren Herzens für den leicht dynamischeren Weg, es ihm aktiv mitzuteilen. 

Natürlich hatte er keine Freude, er machte jedoch keine Anstalten, mich zu beschimpfen, klein zu machen oder was auch immer ich als „gerechte Strafe“ angesehen hätte. Er blätterte seelenruhig zur ominösen Seite und nickte. „Das schläckt kä Geiss weg.“, wie wir auf schweizerdeutsch so schön sagen. („Das ist so und nicht anders.“)

Meine Idee war, es bei der nächsten gedruckten Auflage zu korrigieren bzw. in den digitalen Versionen natürlich sofort zu ändern. Doch es kam noch viel schlimmer. Es wurde der Beschluss gefasst, alle vorhandenen Exemplare einzusammeln und zu vernichten – und sie nach der Korrektur neu zu drucken! Was natürlich eine flächendeckende Info an alle Beteiligten bedingte und mit sich brachte, dass jeder Einzelne darauf aufmerksam wurde … Tja, Tarnprogramm: Fehlanzeige. Und obwohl mich nie jemand dafür kritisiert hatte, keiner das Thema jemals wieder ansprach und ich weiterhin gleichwertig anspruchsvolle Projekte erhielt, es half nichts, ich traute mir selber nicht mehr über den Weg.

Die Geschichte liegt rund neun Jahre zurück – und zeigt, wie lange einen ein Thema beschäftigen kann. Wie viel Selbstverurteilung auch Jahre später zurückbleibt und die Person bei ähnlichen Aufgaben aufs Neue ereilt. Nicht zu reden von den dauernden Zweifeln (ich könnte etwas übersehen haben, ich schaffe es einfach nicht, fehlerlos zu arbeiten. Ausgerechnet ich, die andere regelmässig (auch gerne ungefragt) auf deren Fehler aufmerksam macht etc.).

Tja, die hochgelobte Fehlerkultur … Je mehr ich daran festhielt, nichts falsch machen zu dürfen, desto verkrampfter wurde ich, die Freude war total weg, ich hatte nur noch Angst und spürte die Anspannung in mir. Auf Schritt und Tritt. 

Eine der Fragen bei The Work ist: Siehst du Bilder aus der Vergangenheit oder der Zukunft, wenn du den Gedanken glaubst „Ich sollte alles perfekt machen.“ Ja, das wäre eine meiner Sequenzen, die aufpoppen würden, wenn ich zurück blicke. Und wenn ich nach vorne schaue und den Gedanken „Ich sollte alles perfekt machen.“ glaube, dann habe ich Angst vor allem, was neu ist oder ähnlich wie die stressige Situation. Ich sehe mich in Gedanken, wie ich Vorschläge, die mir mein kreativer Geist macht, wegschiebe, Geistesblitze ignoriere und möglichst am Bewährten festhalten will, an dem, was ich meine, zu beherrschen.

The Work macht Geschehenes nicht ungeschehen. Sie ermöglicht uns eine neue, andere Perspektive. Sie gibt uns die Chance, das, was wir als Tatsache ansehen, zu überprüfen und vielleicht zu erkennen, dass es lediglich unsere Interpretation des Geschehenen war. Und das lässt sich nicht dadurch finden, dass wir unseren Verstand befragen, er hält an seiner Version fest, er füttert uns mit Infos aus der Vergangenheit und sucht Beispiele, die uns noch mehr an dem festhalten lassen, was wir in der Situation geglaubt haben. Und wie mein Beispiel zeigt, half es kaum, dass es für die Aussenstehenden zwar Mehraufwand bedeutete, sich jedoch keiner beklagt hat. Es bei meinem Qualigespräch nicht mal thematisiert wurde. Ich weiterhin das vollste Vertrauen genoss. Nach dem Motto, das kann passieren. „Dumm gange.“

Aus dem Gefängnis der Gedanken kann uns niemand befreien, ausser wir selbst. Und bevor wir uns das Thema anschauen, merken wir oft nicht einmal, dass es Optionen gibt. Was ist dein Erlebnis, an das du am liebsten nie mehr zurückdenken möchtest?

Ich muss bei meiner Entscheidung bleiben, ist das wahr?

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Als äusserst strukturierter Mensch dachte ich immer, ich müsste einen festen Plan haben. Dazu kommt, dass ich ausgerechnet Marketingplanerin mit Fachausweis geworden bin, tolle Sache. Doch bei meiner Selbständigkeit hatte ich einfach keinen Bock, einen Businessplan zu schreiben, keine Energie, ein Konzept zu erstellen, eine Marketingstrategie zu erarbeiten und nicht mal Lust, meinen Kunden-Avatar, der mir den Wunschkunden offenbaren sollte, zu erschaffen. Aller Theorie zum Trotz. Oder gerade deshalb.

Heute bin ich an dem Punkt, wo ich weiss, dass die „richtigen“ Kunden den Weg zu mir finden, mit oder ohne Weiterempfehlung. Und da ich mich schon länger von richtig und falsch verabschiedet habe, sollte es besser heissen die „stimmigen“ Kunden. Und ich kann dir logischerweise gerade nicht sagen, wie die ausschauen, was sie mögen und tun. Doch wir finden uns, immer wieder und immer zahlreicher.

Könnte es daran liegen, dass ich mich immer wieder aufs Neue dafür lieben kann, dass ich eine Entscheidung, die ich mal getroffen hatte, einfach wieder über den Haufen werfe? Tanzen – mein grosses Thema. Eine tiefe Sehnsucht, mich zur Musik zu bewegen, zu zweit. Nur dumm, dass mein Partner ein überzeugter Nicht-Tänzer ist. Und grosszügig, dass er mich auch alleine tanzen gehen lässt. Also diese Ausrede habe ich mal nicht in meiner Auswahl, so ich denn eine brauche. Ich würde ja gerne, doch … Und mutig genug, um einen Mann aufzufordern, bin ich auch. Daran liegt’s also auch nicht. Woran denn? Ah, ich bin der Meinung, es nicht gut genug zu können, ich will mich ja nicht blamieren oder mir wieder anhören: „Du hast noch nicht oft getanzt, oder?“ Und ich hatte mich dafür entschieden, diesen Traum zu begraben und mich lieber in meiner kleinen, kuscheligen Höhle zu verkriechen.

Tja, mein Ego. Natürlich habe ich übers Tanzen geworked, kannst du dir ja denken. Und nun habe ich eine Idee, wie es dennoch funktionieren kann. Ist das jetzt bereits ein Plan? Und nebst der Erlaubnis, mich immer wieder neu zu entscheiden, plappere ich es jetzt ausnahmsweise noch nicht aus.

Und wenn ich nächstes Mal den Drang habe, „allen“ von meinem Vorhaben zu erzählen, dann schaue ich zuerst mal, was meine Absicht dabei ist. Will ich Zustimmung? Tipps? Anerkennung? Lob für mein Mutigsein?

Der Moment, wo alles ganz einfach wurde.

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Kennst du das auch, du strengst dich an, willst dein Business vorantreiben und es macht einfach keinen Wank, wie wir im Schweizerdeutschen sagen? Ok, dann muss ich mehr dafür tun, denkst du. Akquirieren, Netzwerken, positiv denken, eine coole Bestellung ans Universum senden, die perfekten Affirmationen für mich finden, die richtigen Leute kennen lernen … Und es bewegt sich immer noch nicht … 

Und damit sage ich nichts gegen all‘ diese Aktivitäten per se. Ich habe sie alle mit Leidenschaft gemacht. Und möchte die guten Gespräche, die ich mit den Menschen hatte, keinen Augenblick missen. Doch geholfen hat es mir nicht wirklich …

Und das machte mich traurig, ich war verzweifelt. Mein Herzensbusiness stand auf dem Spiel. Ich hatte es ja versucht, mich wieder fest anstellen zu lassen, das Universum hat mir klar und heftig gezeigt, dass das nicht passt für mich. Ok, neuer Plan. Neuer Plan? Ah ja, ich bin Aufräumcoach. Das ist meine Leidenschaft. Und wie genau sollte das jetzt funktionieren, wenn es beim ersten Anlauf nicht so geklappt hatte wie gewünscht? Ich mag keine aufgewärmten Sachen.

Bevor ich nun wieder alles hervorkramte, was ich oben beschrieben hatte, ging ich einen anderen Weg und schaute mir mein Mindset mal genauer an, statt Konzepte aufzustellen und neue Werbegags auszutüfteln, was quasi mein zweiter Beruf ist als Marketingfachfrau. 

Meine Quintessenz: Du kannst so viel tun, wie du willst, so lange du von deinen inneren, meist unbewussten Glaubenssätzen boykottiert wirst, passiert nichts. Das ist die schlechte und gleichzeitig die beste Nachricht, die es gibt. Denn das kannst du ändern, jetzt in diesem Moment, wenn du dich dafür entscheidest. Byron Katie, die Gründerin von The Work, sagt, mach‘ The Work zum Frühstück, und das ist mein Ritual geworden. Mit dem Thema, das gerade hochkommt. Und völlig egal, ob es mit dem Business etwas zu tun hat, alles hängt zusammen und ich bin immer wieder verblüfft, wie Situationen, in denen ich mich seit Jahren über jemanden aufrege, nach einer Work aufgelöst sind, obwohl ich total etwas anderes angeschaut hatte.

Und weil ich The Work so cool finde, habe ich das Aufräumen im Kopf, wie ich The Work auch nenne, in meine Aufräumcoachings eingebaut – in Kombination mit dem praktischen Aufräumen vor Ort. Eine durchschlagende Erfolgsstory! Und falls du dich auch mal so entspannt fühlen möchtest wie mein kleiner Kater oben im Bild, lass‘ es mich wissen.

∆ Aufgeräumt denken ∆

Du musst nicht alles alleine machen.

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Du willst möglichst vieles selber erledigen, dir beweisen, dass du es packst. Du hast deine Leidenschaft gefunden, dein feu sacré. Du bist gut vernetzt und doch unabhängig. Und liebst es, ganz in dein Element abzutauchen, darin zu schwelgen.

Bist du in letzter Zeit manchmal erschöpft, einfach müde, möchtest dich am liebsten hinlegen und über nichts mehr nachdenken müssen? Das wäre schön, gell? Doch das klappt so nicht. Deine Passion soll dich in mancherlei Hinsicht nähren, auch finanziell. Und dafür musst du dranbleiben, Aufträge haben, Rechnungen schreiben, Buchhaltung führen und deine Kundentermine im Griff haben.

Anders ausgedrückt: Es wartet ein rechter Happen Administration auf dich, auch Bürokram genannt. So verbringst du abends oder am Wochenende noch mehr Zeit damit, das auf die Reihe zu kriegen. Und oft fühlt sich das ziemlich einsam an, sei ehrlich.

Und ganz genial wäre es doch, jemanden zu haben, der das alles aus eigener Erfahrung kennt und dir in der Administration genau die Tipps geben kann, die dir fehlen, um möglichst wenig Zeit mit ungeliebten Arbeiten zu verbringen und doch ein super Ergebnis zu haben. Meine jahrelange Erfahrung als Direktionsassistentin und frühere Projektleiterin hilft dir, wenn du in einem Office-Programm nicht so fit bist oder Tipps möchtest, wie du dein Projekt im Griff behältst. Als Marketingfachfrau gebe ich dir gerne Feedback zu deinem Webauftritt, Flyern und Angebot. Eine qualifizierte Aussenschau, quasi.

Bingo! Nimm‘ mich! Ich bin dein Coach und zeige dir genau das, was du brauchst, um zufrieden mit dir und deinem Tageswerk zu sein. Entspannt in den Feierabend zu gehen und dein Wochenende mit Familie , Freunden oder ganz für dich alleine zu geniessen. Schliess‘ einen Moment die Augen und stell‘ dir vor, wie du mit einem Cüpli oder einem schönen Glas Wein relaxed auf deinem Balkon sitzt. Fühlt es sich gut an? Du hast es dir verdient.

∆ Aufräumen im Büro ∆

Wie finde ich stressvolle Gedanken?

Oder anders gefragt, was verspreche ich mir davon, wenn xy eintritt?

Falls du dich schon gewundert hast, wie ich immer die Sätze finde, hier ein Beispiel. Gestern Abend um 23:26 h hatte ich einen Impuls, schnappte mir Block und Stift, die immer neben meinem Bett liegen.

Eben war der Gedanke durch meinen Kopf geschwirrt, dass es doch an der Zeit wäre, mal endlich im Lotto zu gewinnen, und zwar so richtig fett.

Ich habe mir darauf hin ein Mail geschickt und die Sätze heute morgen handschriftlich ergänzt. Damit mache ich jetzt eine Work :-). Und falls mich während des Workens die Muse küsst, und speziell unter Frage 3 noch andere Überzeugungen auftauchen, schreibe ich sie mir separat auf – und mache weiter bei meinem ursprünglichen Satz.

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Wenn dich deine Sätze nicht soooo spektakulär dünken, dann das ist auch ein Lieblingsspiel unseres Verstandes, uns abzulenken, damit wir schon gar nicht beginnen, Bekanntes zu hinterfragen.

Also lieber halb perfekt als gar nicht gestartet.

Frage 1: Ist das wahr?
Frage 2 : Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
Frage 3: Wie reagiere ich, was passiert, wenn ich den Gedanken glaube?
Frage 4: Wer oder was wäre ich ohne diesen Gedanken?
Umkehrungen + je 3 Beispiele, wie das in der Situation, wo ich das gedacht habe, stimmen könnte

Warum du deinem inneren Schweinehund zwischendurch mal zuhören solltest.

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Irgendwie sieht er ja ganz schnucklig aus, findest du nicht? Wie er mit seinem Kuschelblick und den überdimensionierten Ohren so dasitzt. Und doch hält uns das süsse unschuldig dreinschauende Kerlchen ganz schön auf Trab. Auch wenn du ihn noch nie gesehen hast, du kennst ihn genau. Es ist dein innerer Schweinehund!

In meinen Referaten wurde er in der abschliessenden Fragerunde schon oft erwähnt. Wie man ihm beikommt, wenn er sich wieder mal quer über den hoffnungsvollen Motivationsschub legt. Eine Möglichkeit ist, mit ihm zu verhandeln, er liebt taktische Spielchen. So in der Art: Wenn ich diese eine Aufgabe erledigt habe, lege ich mich eine Viertelstunde aufs Ohr – Powernap auf Neudeutsch (im Büro eher nicht empfehlenswert). Oder ich gönne mir nach getaner Arbeit ein Stücklein Schokolade als Belohnung (nicht die ganze Tafel, bitte!).

Doch was tun, wenn der Kerl dauernd auf der Matte hockt und den Energiepegel dauerhaft blockiert. Was wir in solchen Augenblicken oft tun, ist uns dagegen aufzulehnen, uns noch mehr anzustrengen, nur keine Schwäche zeigen, das wäre ja gelacht, das werd‘ ich jetzt wohl noch hinkriegen…

Manchmal liegt es tatsächlich an der Disziplin und die Optionen sind dünn gesät. Es muss einfach sein und basta. Wenn du immer wieder vor der gleichen Aufgabe stehst und dich partout nicht aufraffen kannst, dann hör ganz einfach einen kurzen Augenblick auf zu kämpfen, dich dagegen aufzulehnen. Akzeptiere, dass es im Moment einfach nicht geht. Auch wenn du nicht verstehst, was da abgeht. Es soll einfach nicht sein. Nicht jetzt.

So ging’s mir die letzten Tage. Vor einer Woche kamen wir aus den Ferien retour. Gestern sagte mein Partner zerknirscht: „Unglaublich, jetzt sind wir schon so lange zurück und ich habe meine Reisetasche noch immer nicht ausgeräumt.“ Und ich bin mir sicher, er hat schon drauf gewartet, dass ich diese Aussage mit einer flotten Aufräumerinnen-Weisheit quittiere. Weit gefehlt. Ganz spontan und für mich selber überraschend hörte ich mich sagen: „Ich habe auch vier Tage gebraucht, bis ich mich aufraffen konnte.“ Sein ungläubiger Blick brachte mich zum Schmunzeln. Und ich fragte mich, weshalb ich das entgegen meiner Gewohnheit so lange vertrödelt hatte. Da wurde mir klar, dass in den letzten Wochen so vieles passiert war, du weisst, was ich meine, wenn du meinen letzten Beitrag gelesen hast, dass eine Tasche mit Wäsche drin ganz einfall null Prio hatte. Im Leben, für die Welt (meine und im Allgemeinen). Und ich spazierte täglich an der Tasche vorbei und hatte nicht mal den Impuls, etwas damit zu tun, geschweige denn, mir eine schöne Ausrede parat zu legen (für mich selber notabene). Der Zustand der unaufgeräumten Aufräumerin fühlt sich ungewohnt und friedlich an.

1:0 für Schweini – und das Wesentliche im Leben.

Wie ein Stewi mein Leben veränderte.

Stewi

Mit 20 war mir, abends um 23 h, als ich beschwingt von einem Treffen mit meinen Kollegen nach Hause kam, plötzlich sonnenklar, so konnte es nicht weitergehen. Wie so oft fühlte ich mich mehr wie beim Verhör auf dem Polizeiposten als im elterlichen Zuhause. Wieso kommst du so spät? Wo warst du? Mit wem? Warum hast du nicht angerufen? Wir hätten dich abgeholt. Du bist doch nicht etwa per Anhalter gefahren? Diese und ähnlich knackige Fragen prasselten ungebremst auf mich ein. Meine gute Laune war wie weggeblasen.

Eine eigene Wohnung musste her! Und kurz darauf zog ich um in eine schnucklige 2-Zimmerwohnung mit Sitzplatz, in einem Sicherheitsabstand von einigen Kilometern. Es fühlte sich gigantisch an, keiner redete mehr drein, der ganze Platz gehörte mir allein, ich konnte am Wochenende aufstehen wann ich wollte und ins Bett, wenn es mir gerade passte oder auch nicht oder gar auswärts nächtigen. Das war ganz nach meinem Gusto. Dumm nur, dass wenn ich morgens vor dem Kühlschrank stand, dieser mich genau so angähnte, wie ich ihn – vor Leere. Ok easy, ich kaufe mir ein Gipfeli auf dem Weg zur Arbeit.

Schnell duschen und dann die grosse Frage einer 20-Jährigen: Was ziehe ich heute an? Die Frage klärte sich erstaunlich rasch: Es standen lediglich drei Sorten Kleider zur Auswahl: Die dreckigen im Wäschekorb, die ungebügelten in einem Korb und die seit Wochen auf dem Stewi (Wäschetrockner) hängenden (ebenfalls ungebügelt). Fehlanzeige: Also hurtig ein Blüschen vom Bügel nehmen und aufrüschen.

Nach einem anstrengenden Tag kam ich total fertig nach Hause, endlich keiner mehr, der etwas von mir wollte. In den Kühlschrank schaute ich erst gar nicht. Glücklicherweise hatte ich mich mit einer Kollegin auf eine Pizza verabredet. Die wollte mich zuhause abholen und meine neue Wohnung anschauen. Ich fand die Idee weit weniger prickelnd, denn nebst dem Stewi dekorierten noch allerhand andere Dinge meine kleine Wohnung, die nicht einladend wirkte. Die Kollegin würde in 20 Minuten an der Türe läuten, da half nichts, ich musste wie früher alles zusammenklauben und kurzerhand im Kleiderschrank parken, den sie ja hoffentlich nicht von innen sehen wollte. Das dreckige Geschirr der letzten Tage stapelte sich wild auf dem Schüttstein. Staubsagen wäre auch angesagt gewesen und das Badezimmer hätte auch gerne mal was anderes als nur Wasser, Shampoo und Duschgel gesehen. Dafür blieb keine Zeit. Meine schmucke kleine Oase würde heute nicht brillieren und ich war enttäuscht, von mir. Und ich wunderte mich, wie das vorher alles wie durch Zauberhand geschehen war. Immer saubere, gebügelte Kleider, alle Spuren, die ich in der Wohnung meiner Eltern hinterlassen hatte, waren nach kurzer Zeit verschwunden. Ein scheuer Hauch von Dankbarkeit zeigte sich. So konnte es nicht weitergehen. Ich fühlte mich in meinen eigenen Wänden nicht mehr wohl.

Ich besuchte ein Coaching bei einer NLP-Therapeutin zu einem ganz anderen Thema. Ich gab ihr die neue Adresse an und sie freute sich sichtlich für mich, dass ich als überbehütetes Mädchen den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt hatte. Sie merkte mir sofort an, dass etwas nicht stimmte und fragte nach. Ich erzählte ihr zögernd, dass ich nachts ohne Licht nicht einschlafen konnte, da ich noch nie zuvor eine Nacht alleine verbracht hätte. Mein damaliger Freund leistete mir oft Gesellschaft, am Morgen nervte er aber meist ziemlich und da waren plötzlich zwei, die ein Frühstück wollten – und …. Sie ahnen es …

Sie bat mich um weitere Beispiele, da fiel mir der Stewi ein, der wochenlang im Wohnzimmer herumlungerte und mir den Platz versperrte. Sie gab mir darauf hin eine Hausaufgabe bis zur nächsten Woche. Ich durfte jeden Abend nur eine Sorte Kleider abhängen: Slips, Socken, T-Shirts. Und egal, ob es davon nur ein Stück hatte, ich musste aufhören, so bald nichts mehr von der gleichen Sorte mehr dran hing. Da ich mit 20 noch etwas schüchterner war, getraute ich mich nicht, ihr direkt zu sagen, wie bescheuert ich diese Idee fand. Ich zwang mich zur gemässigteren Variante und fragte:  „Und wofür soll das gut sein?“. Sie schmunzelte und meinte, ich sollte es doch einfach mal ausprobieren und nächste Woche berichten.

So stand ich nun – pflichtbewusst und kopfschüttelnd – vor meinem voll belegten Stewi und bewältigte brav die Kategorie Socken. Nach einer Woche war der Stewi leer und ich konnte ihn das erste Mal, seit ich einzogen war, versorgen. Feine Sache, dachte ich erfreut. Und natürlich wäre es effizienter gewesen, gleich alles am Stück zu versorgen, doch die vergangenen Monate hatten mir lebhaft bewiesen, dass dies nicht klappen würde. So war eine Woche Stewi statt drei ein kleiner Erfolg. Und ein Schritt in die richtige Richtung.

Was möchte ich damit sagen: Wenn Ihnen das eine oder andere Beispiel bekannt vorkommt und Sie sich einfach nicht aufraffen können, das längst Notwendige anzupacken, überlegen Sie sich mal, mit einer kleinen Einheit zu beginnen. Nicht Wohnung, nicht Zimmer, nicht Schrank, nicht Zügelkiste. Bleiben wir beim Alltäglichen: dem Stewi. Und wenn Ihr Anlasser streikt, bin ich gerne Ihr Starthilfekabel. Sie werden sich wundern, was das für Energien frei setzt.

Stewi = Wäschetrockner (siehe Bild)

Wussten Sie, dass unordentliche Menschen absolute Perfektionisten sind?

potentialschmiede-perfektionismus

So beginnt eines meiner Referate. Das lässt aufhorchen, die Aufmerksamkeit ist mir sicher. Was, das kann doch nicht sein! Oh doch. Und zwar warten sie auf den perfekten Moment. Den Augenblick, in dem sie genügend motiviert sind, genug Zeit haben und Lust am liebsten auch noch? Worauf? Die Wohnung oder das Haus aufzuräumen, im Büro mal wieder abzulegen und längst nicht mehr gebrauchte Unterlagen zu entsorgen.

Die Idee wäre ja grundsätzlich gut. Nur, seien wir ehrlich, wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nach einer strengen Woche im Job am Samstagmorgen, wo Sie endlich mal frei haben, aus dem Bett schiessen wie ein Pfeil und es kaum erwarten können, Ihren Kleiderschrank auszumisten? Eher bescheiden, vermute ich mal.

Das Fatale an dieser Vorgehensweise, so logisch und schlüssig sie auf den ersten Blick scheinen mag, ist dass es nicht nur an dem besagten Samstag nichts passiert, weil gerade schönes Wetter ist, Sie lieber ausschlafen und einen ausgiebigen Brunch geniessen, schon etwas anderes abgemacht haben, sondern dass das Vorhaben immer weiter nach vorne (oder hinten) geschoben wird. Verschoben und vielleicht gar aufgeschoben. Die Gründe sind endlos. Und alles scheint immer viel spannender zu sein als der eigentliche Plan.

Der Frust wächst proportional zur Verschieberitis (in der Fachsprache Prokastination genannt), die eigenen vier Wände erinnern einen ständig an die Pflichten und so richtig entspannt haben Sie sich schon länger nicht mehr. Wenn Grümpel und Angesammeltes Überhand nehmen, träumen Sie vielleicht sogar schon davon, wie eine frühere Kundin von mir.

Was können Sie tun, um aus dem Schlamassel auszusteigen? Nehmen Sie sich kleinere Einheiten vor! Statt sich das Ziel zu setzen, die ganze Wohnung oder gar das ganze Haus auf Vordermann zu bringen, beschränken Sie sich auf einen Raum, einen Schrank, eine Schublade. Das mag lächerlich klingen, wichtig ist, dass es funktioniert. Und das tut es. Oder Sie setzen sich eine Zeitlimite von z.B. einer Stunde. Und hören dann auf. Nach dem Motto, lieber eine kleine Einheit erledigt, als gar nicht begonnen. Probieren Sie’s aus.

Mylène Alt – der Personal Coach für Ihr Business & Zuhause

Woher kommt die Sammelwut?

pilze-sammeln

Menschen in unserem Umfeld tun oft Dinge, die wir nicht nachvollziehen können. Warum zum Geier sammelt die Tina alles, was ihr in die Finger kommt? So bald sie den Satz hört: „Das werfe ich nächste Woche weg, ich weiss nicht wohin damit“ adoptiert sie selbst Dinge, die anderen Leuten gehören. Warum tut sie das? Mögliche Beweggründe:

Der Wunsch nach Sicherheit und Kontrolle
Gegenstände und Erinnerungen geben ein (vermeintliches) Gefühl von Sicherheit.

  • Wer weiss, vielleicht kann ich das noch einmal brauchen.
  • Sicher ist sicher
  • Kinder, die erlebt haben, dass ihre Sachen entsorgt wurden/verschwunden sind, während dem sie z.B. in der Schule waren, neigen eher zum Sammeln und Horten.

Bestätigt ein Image
Sich selbst und dem Umfeld beweisen, was man sich alles leisten kann oder geleistet hat.

  • Das hier gehört alles mir.
  • Das habe ich mir geleistet.
  • Seht, wo ich überall im Urlaub war.

Häusliche Prägung
Wer chaotische Eltern hat(te), für den gehört(e) Unordnung zur Normalität.

  • Ein Kind ahmt nach, nimmt das als wahr, was ihm vorgelebt wird und macht mit.
  • Interessanterweise ist auch das genaue Gegenteil möglich: Das Kind möchte möglichst nie so werden wie die Eltern und räumt akribisch auf oder fängt im Erwachsenenleben damit an.
  • Teenager, die ein Puff haben, zelebrieren damit eher den Aufstand gegen elterliche Vorgaben als Ihre echten Überzeugungen.

Innere Leere füllen
Frust wird nicht nur mit Essen kompensiert, sondern auch in Form von Anschaffungen.

  • Frustkäufe
  • Einhüllen, sich schützen vor der Aussenwelt
  • Die Person wüsste nicht, was sie mit dem freigeräumten Platz anfangen soll (ausser von Neuem zu horten).
  • Suchen wird zur Beschäftigungstherapie (Die Vorstellung, freie Zeit zu haben wird als Bedrohung empfunden.)

Schlechte Gewohnheit, Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit
Es gibt Menschen, denen ist es ganz einfach nicht wichtig, Ordnung zu haben.

  • Sie denken gar nicht darüber nach.
  • Ihnen ist egal, was andere von ihnen halten.
  • Sie verspüren weder Leidensdruck, noch haben sie sonst einen Anreiz, etwas zu verändern.

Die hier genannten Gründe sind nicht vollzählig, zeigen jedoch Tendenzen auf, die weit verbreitet sind. Und sie sollen nicht als Alibis oder Ausreden dienen oder jemandem die Schuld geben. Darum geht es nicht, es geht darum, für sich zu spüren, ob das, was sich aktuell im Aussen zeigt (auf der Schreibtischplatte, im Kleiderschrank) das ist, was ich wirklich möchte. Will ich so leben? Möchte ich das, was ich mir geleistet habe, unter Stapeln und als wildes Durcheinander aufbewahren? Oder wäre es mir nicht doch wohler, wenn ich mit einem Griff alles hervorzaubern könnte? Schauen Sie sich dort, wo Sie jetzt gerade diesen Blog lesen, um: Fühlen Sie sich wohl, soll so die Umgebung aussehen, in der Sie täglich arbeiten oder wohnen?

BüroProjekt Mylène Alt
Arbeitsplatz- und AufräumCoach für die ganze Schweiz – und dank skype grenzenlos für Sie da.

Wie wird frau Personal Coach fürs Business & Zuhause?

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Eine meiner Motivationen, mich selbständig zu machen, war, dass ich auf der Suche nach einem Lebensinhalt war, der es mir erlaubt, einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Etwas, das ich als wirklich wertvoll für andere Menschen betrachte.

Die längere Zeit meines Arbeitslebens war ich damit beschäftigt, mir den Kopf zu zerbrechen, wie ich Produkte meines Arbeitgebers an den Mann und die Frau bringen kann, indem ich die richtigen Formulierungen für Broschüren, Web und Pressemitteilungen textete – Marketing also. Und ja, die Produkte machten auf Ihre Art schon Sinn, einige davon konnten gar Leben retten. Doch tief in mir drin war diese Traurigkeit, dieses tiefe Wissen, dass es das nicht gewesen sein kann.

Ich kündigte meinen Job nach knapp drei Jahren bei einer Firma von Weltruf und genoss ein Coaching. Ich absolvierte mässig motiviert alle Eignungstests und am Schluss resultierte daraus ein Profil, das mir der Coach feierlich präsentierte. „Für dich gibt es nur eine Möglichkeit“, sagte er mir mit strahlendem Lächeln. Und ich war glücklich, endlich wusste jemand, was gut ist für mich, wie praktisch. Und es war mir fast egal, was er mir vorschlagen würde, Hauptsache, die Suche hatte ein Ende. „Mach dich selbständig!“, war sein Rat, der mich völlig unerwartet traf. „Womit denn, bitte schön?“, fragte ich zurück. Darauf meinte er: „Etwas kannst du ja auch noch dazu beitragen. Geh nach Hause, überleg dir, was kannst du ausserordentlich gut, wofür wurdest du von Chefs und Kollegen hoch geschätzt oder gar bewundert.“ Tja, da sass ich nun, ratloser als je zuvor.

Ich stieg völlig verwirrt in den Bus nach Hause und machte, wozu er mir geraten hatte. Und plötzlich war da eine scheue Idee: Genau, in den vielen Projekten, in denen mitarbeiten durfte, sassen oft viel höher qualifizierte Kollegen. Doch daraus zu schliessen, dass sie dank ihres langen Bildungsweges und ihrer Qualifikation automatisch die Gabe hätten, sich gut zu organisieren, jederzeit den aktuellen Stand abrufen könnten, weit gefehlt. Ich bin jedenfalls bei meinen vielen Vorstellungsgesprächen nie gefragt worden, ob ich mich gut organisieren und meine Zeit effizient und effektiv einteilen könne. Und wer würde schon mit Nein antworten?

Und so war sie geboren, meine Idee. Ich wollte Menschen das weitergeben, was für mich seit Jahrzehnten Tag für Tag funktionierte, mir Zeitinseln frei liess, von denen andere nur träumten und das mit einem Mäppchen auf dem Schreibtisch, der aktuellen Arbeit.

Heute bin ich stolz, dass ich in den vergangenen sechs Jahren Menschen aus 42 unterschiedlichen Branchen die Unterstützung geben durfte, die ihnen entspricht – und ja, es darf auch mehr als ein Mäppli auf dem Tisch liegen :-).

Mylène Alt – Personal Coach für Ihr Business & Zuhause

Experteninterview: Wie SchülerInnen Ordnung in ihr Chaos bringen.

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Danke für deine spannenden Fragen, Matthias Leo Webel von Edumentu Lerntraining und -coaching. Lassen wir ihn doch gleich selber sprechen:

Matthias Leo Webel: „Ordnung ist in etlichen Familien ein Reizthema – gerade wenn unter dem Chaos auch die schulischen Leistungen leiden. Daher taucht dieses Thema auch immer wieder bei mir im Lerncoaching auf. Und in meiner aktellen Podcastfolge von „So läuft Schule!“ interviewe ich eine absolute Ordnungsexpertin: Die Schweizerin Mylène Alt ist Aufräum-Coach und bringt professionell nicht nur in Büros und Arbeitsräume ein ordentliches System. Sie betreut auch Kinder und Jugendliche und hilft ihnen, ihrem Chaos auf dem Schreibtisch und in der Schultasche Herr zu werden. Im Gespräch mit mir gibt sie viele nützliche Tipps zum Thema Ordnung, die sofort umsetzbar sind.“

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Experteninterview: Ordnung aus Sicht eines Büromöbelherstellers

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Ich habe mich sehr gefreut, als die Anfrage für ein Experteninterview aus dem Büro-verwandten Umfeld eintraf.

Lesen Sie hier meine Antworten auf die brennendsten Fragen von Nadja Sternik-Mäder, stv. Geschäftsführerin JOMA Trading AG in Aadorf und geprüfte Arbeitsplatzexpertin, zum Thema, ob und warum ein aufgeräumter Arbeitsplatz eine gute Idee ist.

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Schlechte Organisation als Karrierekiller.

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Es war mir schon länger klar, dass der Grad an (Nicht-)Organisation match-entscheidend für die Karriere sein kann, ein aktiver Beitrag zur Eigen-PR.

Wie dramatisch schlecht Organisiert sein und der damit innerhalb einer Firma entstehende Imageschaden sich auswirken kann, wurde mir anfangs Oktober bewusst, als mich ein Mann um die 40 anmailte, der in einer Bank in Zürich arbeitet. In seiner Abteilung war eine Führungsstelle frei geworden. Gut qualifiziert, wie er ist, rechnete er sich seine Chancen, die ersehnte Stelle zu bekommen, als intakt aus und er bewarb sich intern. Aus der heiss ersehnten Beförderung wurde leider nichts, da die massgeblichen Personen es ihm schlicht nicht zutrauten, eine leitende Funktion zu übernehmen, zumal er schon länger durch seinen chaotischen Arbeitsstil aufgefallen war; negativ.

Und ja, es macht einen Unterschied, ob ich mich als KandidatIn selber aus dem Rennen nehme und aktiv verzichte oder ob ich von Vornherein ausgeschlossen werde. Bitter, und doch wahr. Und wenn der ambitiöse Banker in naher Zukunft auf einen gut organisierten Chef oder eine Chefin stösst, kann es ihm durchaus blühen, dass er nicht mehr so viel Goodwill geniesst. Also Hightime, etwas dagegen zu unternehmen und sich ein tägiges Coaching zu gönnen, das wir innert Wochenfrist starteten – mit Erfolg.

Er erkannte seine Schwachpunkte, optimierte seine Organisation mit viel Engagement – und realisierte, dass ihm sein jetziger Job viel mehr Freude machte als Personalverantwortung zu tragen. Er hatte seinem Gefühl vertraut und nicht seinem Ego. Win-Win für alle Beteiligten.

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Reportage in der Fachzeitschrift Miss Moneypenny.

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Ordnung ist etwas Schönes. Doch der Weg dahin führt über Aufräumen. Nicht jedermanns Leidenschaft und oft auch nicht sehr nachhaltig. Für Ordnungscoach Mylène Alt ist das täglich Brot. Sie kommt, sieht und hilft. Bericht von einem lehrreichen und unterhaltsamen Tag im Kampf gegen das Chaos. Ganzen Beitrag lesen? Oben auf den rosa Miss Moneypenny-Schriftzug klicken und stöbern.

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Vom Chaos zur Übersicht

Vom Chaos zur Übersicht

Es ist gar nicht so schwer, Ordnung zu haben. Und das dauerhaft. Sie glauben mir nicht? Wie bei so vielen Dingen im Leben wundern wir uns, warum wir uns so schwer getan haben. Jetzt, wo wir wissen, wie es geht. Und dass es einfacher ist, als Sie jetzt vielleicht denken, soll Sie zusätzlich motivieren.

Räumen Sie einen Tisch frei oder machen Sie eine Auslegeordnung auf dem Boden. Nehmen Sie sich den ersten Stapel zu Brust und ordnen Sie jedes einzelne Blatt Papier einem Thema zu. Nach ein paar Zentimetern Papier wird klarer, welches Ihre häufigsten Themen sind. Legen oder kleben Sie ein Post-it mit dem entsprechenden Begriff vor den Stapel, so dass Sie nicht jedes Mal überlegen müssen, was wo hingehört.

So machen Sie weiter, bis der ganze Stapel verteilt ist. Ob Sie Ordner oder Hängemappen bevorzugen, spielt nicht so eine Rolle. Wichtig ist, dass Sie das System aussagekräftig beschriften. Diverses oder Allgemeines sind tabu! Auch in der Hängemappe lässt sich innerhalb des Themas eine Struktur aufbauen, in dem Sie eine Unterteilung mit Sichthüllen machen, die Sie aussen beschriften.

Probieren Sie’s aus. Gerne beantworte ich Ihre Fragen dazu.