Wer Ohren hat, der höre.

Suchen Sie eine Inspiration für Ihr Team, Ihren Verein oder eine Versammlung?

Dann sind Sie hier richtig.

 

Referat „Aufräumen leicht gemacht“

Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit, sich einfache und verlässliche Tipps & Tricks für ein aufgeräumtes Zuhause abzuholen, eingebaut in ein kurzweiliges Impulsreferat von Mylène Alt.

Referat „Mehr Zeit fürs Wesentliche“

Wussten Sie, dass Mitarbeitende 10 % ihrer Arbeitszeit damit vergeuden, nach den richtigen Unterlagen zu suchen? Rechne! Hier bekommen Ihre ZuhörerInnen knackige Tipps für Ihren Alltag. Denn Arbeit-Zeit ist Lebens-Zeit!

 

 

Wer ist Mylène Alt?

Mylène Alt, Jahrgang 1964, aus Herisau, begleitet Frauen vom Chaos zur Wohlfühloase. Sie war vor ihrer Selbständigkeit als persönliche Direktionsassistentin und Projektleiterin Marketing in der Industrie tätig. 2009 hat sie Ihre Passion zum Beruf gemacht und sich in kürzester Zeit als Aufräumexpertin etabliert, Fachartikel verfasst, wurde vom Radio interviewt und das Schweizer Fernsehen hat sie bei einem Aufräumeinsatz begleitet.

Sind Sie an einem Referat von mir interessiert, melden Sie sich jetzt bei mir.

Mache dir das Leben leicht.

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Wann warst du das letzte Mal so richtig unbeschwert und fröhlich?

Wann hast du es deinem Chaos erlaubt, dir den Atem und die Lebensfreude zu nehmen? Misst du deinen Wert daran, wie gut du „es“ im Griff hast? Phu, das könnte schlecht ausgehen für dich.

Natürlich wäre es cool, alles auf Anhieb zu finden, doch dort bist du offensichtlich (noch) nicht. Was wäre, wenn das Chaos, das du genau jetzt zuhause hast, die beste Voraussetzung für eine neue Ordnung in deinem Leben wäre? Nicht nur im Keller, wobei er das Fundament deines Seins widerspiegelt, sondern auch in dir drin?

Wie leicht und flockig darf dein Leben sein?

Lass‘ uns Ballast abwerfen!

Das wertvollste Bild, das je gemalt wurde.

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Ich habe vor nicht allzu langer Zeit realisiert, wie überlebenswichtig es für mich war, im Aussen Ordnung zu schaffen und zu erhalten. Es gab mir das Gefühl, wenigstens diesen Teil meines Lebens im Griff zu haben, die Kontrolle darüber zu besitzen. Bis vor ein paar Jahren litt ich extrem unter Verlustängsten. Mein kleiner Bruder verstarb bei einem Unfall, als ich ein Jahr alt war, – und meine Mutter verliess mich wenige Monate später. Aus Sicht des kleinen Mädchens, das ich damals war, verschwanden die Menschen offenbar wie durch Fingerschnippen aus meinem Leben. Und wenn ich das jetzt schreibe, hier an meinem Esstisch, habe ich von Kopf bis Fuss Hühnerhaut.

Sie waren plötzlich verschwunden, kamen nicht zurück und ich konnte es nicht vorhersehen und noch schlimmer, nicht verhindern. Und auch nicht verstehen. Das führte dazu, dass so ein richtig liebes, angepasstes Mädchen wurde, das allen Freude macht. Denn, wenn ich so eine tolle kleine Person bin, wollen doch sicher alle in meiner Nähe sein und keiner kommt je wieder auf die Idee, mich zu verlassen. Das habe ich natürlich in dem Moment nicht realisiert. Das wurde bestätigt durch die Aussage meines Vaters, der mal meinte, ich sei doch immer so ein fröhliches, unbeschwertes Kind gewesen, er hätte es nie für möglich gehalten, dass mich die Ereignisse von früher bis in die heutige Zeit belastet hätten.

Ich hatte gar mal den Glaubenssatz: „Ich bin es nicht wert, dass man für mich am Leben bleibt.“ Starker Tobak. Das Aufräumen gab mir Stabilität, erweckte den Eindruck, dass alles ok ist. Und es ist mir auch heute noch wichtig. Manchmal lache ich über mich selbst, wenn mein Schreibtisch so un-Mylène-mässig ausschaut, wenigstens für die Dauer, an der ich an einer aktuellen Aufgabe dran bin.

Ich habe mich selbst zur AufräumQueen  erkoren. Das Aufräumen im Innen und Aussen ist meine grosse Passion, auch wenn ich mir und dir manchmal etwas anderes erzählen will. Mein Business ist auf dem Weg, eine neue Dimension zu erreichen. Und ich freue mich, es mit dieser ungewohnten Lockerheit anzugehen. Yes, ich bin hier goldrichtig.

Und was hat nun das Foto im Post damit zu tun? Von 2006-2008 habe ich intensiv gemalt, Acryl abstrakt. Ich kriege gerade noch ein Strichmännchen hin, so war das Gegenständliche nicht meins und ich hatte auch keine Lust, es zu erlernen (ja, das ist tatsächlich möglich). Dieses Bild habe ich in einem Kurs mit dem professionellen Künstler Küfas aus Diepoldsau gemalt. Am Ende des Kurses durften wir unsere Werke im Hotel ausstellen und es wollte tatsächlich jemand dieses Bild kaufen und fragte, was es kostet. Ich freute mich und sagte ihm, es sei unverkäuflich und trage den Namen „Mein Innenleben.“

Was Hänschen nicht lernte, lernt Hans noch locker.

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Was hast du für Erinnerungen aus deiner Kindheit zum Thema Aufräumen? Ja, ich weiss, lang ist‘s her. Und doch gibt es Erlebnisse, die dich prägen und bis in die Erwachsenenzeit begleiten. Möglicherweise ohne dass dir die Zusammenhänge bewusst sind. Ich hatte eine Kundin, die alles behalten wollte. Und zwar nicht nur in einer Version, sondern am liebsten zwei- oder gleich dreifach.

Ich fragte sie, was ihr Beweggrund dafür sei. Sie wusste es nicht. Ein paar Stunden später schaute sie sich in einer Zeitschrift ein Inserat an und hatte ein Flash-Back! Sie erinnerte sich ganz deutlich daran, dass ihre Mutter während ihrer Abwesenheit Zeichnungen und Spielsachen verschwinden liess, die nie mehr auftauchten, egal, wie sehr sie danach verlangte. Und so begann sie, so bald sie ihre eigene Wohnung hatte, mehr und mehr Dinge zu horten, für alle Fälle.

Kaum hatte sie das erkannt, konnte sie massenweise Gegenstände loslassen, die sie seit Jahrzehnten sammelte, weil sie spürte, dass sie sicher war, dass ihr niemand mehr etwas wegnehmen würde, ohne dass sie es erlaubte. Und dass es nicht mehr nötig und angemessen war, sich so zu verhalten wie damals. Sie konnte alle „Zwillinge“ und „Drillinge“ loslassen und sich gar von massenweise Sachen trennen, die sie nur deshalb gehortet hatte. Sie braucvhte sie nicht mehr, sie gehörten nicht mehr zu ihr – und sie durfte sie liebevoll verabschieden.

 

Aufräumen ist Anti-Aging pur

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Ich erinnere mich noch gut an eine meiner ersten Kundinnen. Nachdem ich ihre Wohnung betreten hatte, fragte sie ängstlich: „Sind Sie mit einem angeschriebenen Auto gekommen?“ Ich verstand zuerst die Frage nicht und erwiderte: „Nein, ich bin mit dem Zug gekommen.“ Das beruhigte sie sehr. Was für eine Vorstellung, die Nachbarn hätten gesehen, dass sie einen AufräumCoach braucht.

Als Erstes tranken wir einen heissen Tee. Sie sass mir verkrampft gegenüber, die Schultern hochgezogen, und das Gesicht sprach Bände. Die pure Scham stand ihr ins Gesicht geschrieben. Und die nackte Angst, es wieder nicht zu packen, selbst mit professioneller Unterstützung nicht.

Ein paar Stunden später ging die Frau in den Keller, um etwas zu holen, und ich sah sie wieder hereinkommen. Betrachtete sie ganz neu und traute meinen Augen kaum: Ihre Gesichtszüge waren total entspannt, sie wirkte trotz ihrer 60 Jahre jugendlich und verspielt.

Wo darf die Reise denn hin gehen?

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Wie weit ist weit genug? Träumst du davon, alles hinter dir zu lassen, für ein paar Wochen zu verreisen, an einen Ort, wo dich keiner kennt? Wo alle deine Probleme auf ein Minimass zusammenschrumpfen? Dich weder Mann noch Arbeitskollegen nerven, du einfach deine Ruhe hast?

Liest sich nicht schlecht. Funktioniert es auch? Meine mutige Aktion beschränkte sich vor Jahren darauf, ein paar Tage alleine zu verreisen und ich merkte, wie alleine ich mich mit mir fühlen kann. Das machte mich noch trauriger als gemeinsam in der Beziehung einsam zu sein. Sicher hast du den Spruch „Man nimmt sich immer mit“ schon gehört. Er sollte sich bewahrheiten. Ich schien ganz einfach nicht fürs Alleinsein geschaffen.

Wenn mir der Sinn danach stand, war ich nie lange alleine. Ich wollte unbedingt zu jemandem gehören. Und wie es so kommt, ich geriet immer an sehr eigenständige Männer, die sehr gut für sich schauen konnten und ihren Urlaub total genossen. Statt kundzutun, dass mir langweilig ist oder dass ich mir das etwas anders vorgestellt hatte, verkrümelte ich mich in meine Innenwelt und träumte den schönen Traum weiter.

Es blieb mir nichts anderes übrig, als zu lernen, für mich da zu sein, wenn meine Begleiter keine Anstalten machten, diesen Job zu übernehmen. Und für jemanden, der so verwöhnt und umhätschelt aufgewachsen ist wie ich, ein hartes Los.

Und heute? Ja, immer mal wieder tappe ich voll in mein Prinzessinen-Näpfchen, fühle mich vernachlässigt und unbedeutend. Und erlaube mir, zu wählen. Will ich weiter in meinem Sumpf herum dümpeln oder wechsle ich die Spur? Ja, immer häufiger entscheide ich mich für den Spurwechsel, auf die Überholspur notabene. Manchmal auch für den mentalen „Pannenstreifen“, wo ich die „Warnblinker“ setze, herunterfahre und spüre, was ich genau in dem Moment für mich tun kann.

Atmen ist ein guter Tipp, bewusst atmen und darauf vertrauen, dass sich alles in meinem Inneren ordnet. Weil alle Antworten schon da sind. Und wenn ich die Ohren auf die Frequenz „innen“ ausrichte, kann ich sie hören.