Wie läuft ein Aufräum-Coaching ab?

 

 

Falls es dich Wunder nimmt, wie so ein Aufräum-Coaching mit mir funktioniert, wenn ich bei dir vor Ort bin, und wie du am Einfachsten zu einem übersichtlicheren Leben kommst, dann spitz‘ mal kurz die Ohren.

Und ich habe ein Geschenk für dich: Zwei Checklisten mit je 5 heissen Tipps, wie du deiner Wunschvorstellung von Ordnung ganz rasch näher kommst. Und das kostenlos.

Hier geht’s zur Checkliste für die Tipps im privaten Umfeld. Und hier meine Inspiration zum beruflichen Kontext.

Perfekt imperfekt.

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Wäre es nicht unglaublich entspannend, nicht immer so perfekt sein oder scheinen zu müssen? Ich übe mich gerade darin. Nicht die aufgerüschte und polierte Fassade, sondern einen Ausschnitt aus meinem ganz normalen Leben mit dir zu teilen.

Weisst du, was das obige Bild zeigt? Auch wenn ich für mein Leben gerne aufgeräumt bin und es mir leicht fällt, es zu sein, gönne ich mir zwei Orte, an denen es chaotischer nicht sein könnte: Mein Schrankfach mit Foulards und Schals ist einer davon. Dort wühle ich und zupfe ich, bis ich das passende Accessoire gefunden habe oder bis mir alles auf den Boden runter fällt, weil der geliebte todchice Schal – und genau der muss es sein – zuhinterst liegt, liebevoll umarmt von seinen Kollegen in diversen Farben.

Mein zweites Tummelfeld ist die Altpapier-Ablage. Ich schmeisse die Papiere einfach kreuz und quer hinein. Das Gitter steht rund einen Meter von meinem Schreibtisch entfernt, ich könnte es locker neben mir platzieren, doch das macht nicht annähernd so viel Spass, als jedem einzelnen Papierchen zuzuschauen, wie es durch die Luft segelt und – meistens – im Korb landet.

Dir diese zwei Bilder zu zeigen ist ein kleiner Schritt für die Menschheit – und ein Riesenschritt für mich. Auf dem Weg, mich zu zeigen.

∆ Aufräumen im Büro und zuhause ∆

Wie ein Stewi mein Leben veränderte.

Stewi

Mit 20 war mir, abends um 23 h, als ich beschwingt von einem Treffen mit meinen Kollegen nach Hause kam, plötzlich sonnenklar, so konnte es nicht weitergehen. Wie so oft fühlte ich mich mehr wie beim Verhör auf dem Polizeiposten als im elterlichen Zuhause. Wieso kommst du so spät? Wo warst du? Mit wem? Warum hast du nicht angerufen? Wir hätten dich abgeholt. Du bist doch nicht etwa per Anhalter gefahren? Diese und ähnliche knackige Fragen prasselten ungebremst auf mich ein. Meine gute Laune war wie weggeblasen.

Eine eigene Wohnung musste her! Und kurz darauf zog ich um in eine schnucklige 2-Zimmerwohnung mit Sitzplatz, in einem Sicherheitsabstand von einigen Kilometern. Es fühlte sich gigantisch an, keiner redete mehr drein, der ganze Platz gehörte mir allein, ich konnte am Wochenende aufstehen wann ich wollte und ins Bett, wenn es mir gerade passte oder auch nicht oder gar auswärts nächtigen. Das war ganz nach meinem Gusto. Dumm nur, dass wenn ich morgens vor dem Kühlschrank stand, dieser mich genau so angähnte, wie ich ihn – vor Leere. Ok easy, ich kaufe mir ein Gipfeli auf dem Weg zur Arbeit.

Schnell duschen und dann die grosse Frage einer 20-Jährigen: Was ziehe ich heute an? Die Frage klärte sich erstaunlich rasch: Es standen lediglich drei Sorten Kleider zur Auswahl: Die dreckigen im Wäschekorb, die ungebügelten in einer Zaine und die seit Wochen auf dem Stewi hängenden (ebenfalls ungebügelt). Fehlanzeige: Also hurtig, ein Blüschen aufrüschen.

Nach einem anstrengenden Tag kam ich total fertig nach Hause, endlich keiner mehr, der etwas von mir wollte. In den Kühlschrank schaute ich erst gar nicht. Glücklicherweise hatte ich mich mit einer Kollegin auf eine Pizza verabredet. Die wollte mich zuhause abholen und meine neue Wohnung anschauen. Ich fand die Idee weit weniger prickelnd, denn nebst dem Stewi dekorierten noch allerhand andere Dinge meine kleine Wohnung, die nicht einladend wirkten. Die Kollegin würde in 20 Minuten an der Türe läuten, da half nichts, ich musste wie früher alles zusammenklauben und kurzerhand im Kleiderschrank parken, den sie ja hoffentlich nicht von innen sehen wollte. Das dreckige Geschirr der letzten Tage stapelte sich wild auf dem Schüttstein. Staubsagen wäre auch angesagt gewesen und das Badezimmer hätte auch gerne mal was anderes als nur Wasser, Shampoo und Duschgel gesehen. Dafür blieb keine Zeit. Meine schmucke kleine Oase würde heute nicht brillieren und ich war enttäuscht, von mir. Und ich wunderte mich, wie das vorher alles wie durch Zauberhand geschehen war. Immer saubere, gebügelte Kleider, alle Spuren, die ich in der Wohnung meiner Eltern hinterlassen hatte, waren nach kurzer Zeit verschwunden. Ein scheuer Hauch von Dankbarkeit zeigte sich. So konnte es nicht weitergehen. Ich fühlte mich in meinen eigenen Wänden nicht mehr wohl.

Ich besuchte ein Coaching bei einer NLP-Therapeutin zu einem ganz anderen Thema. Ich gab ihr die neue Adresse an und sie freute sich sichtlich für mich, dass ich als überbehütetes Mädchen den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt hatte. Sie merkte mir sofort an, dass etwas nicht stimmte und fragte nach. Ich erzählte ihr zögernd, dass ich nachts ohne Licht nicht einschlafen konnte, da ich noch nie zuvor eine Nacht alleine verbracht hätte. Mein damaliger Freund leistete mir oft Gesellschaft, am Morgen nervte er aber meist ziemlich und da waren plötzlich zwei, die ein Frühstück wollten – und …. Sie ahnen es …

Sie bat mich um weitere Beispiele, da fiel mir der Stewi ein, der wochenlang im Wohnzimmer herumlungerte und mir den Platz versperrte. Sie gab mir darauf hin eine Hausaufgabe bis zur nächsten Woche. Ich durfte jeden Abend nur eine Sorte Kleider abhängen: Slips, Socken, T-Shirts. Und egal, ob es davon nur ein Stück hatte, ich musste aufhören, so bald nichts mehr von der gleichen Sorte mehr dran hing. Da ich mit 20 noch etwas schüchterner war, getraute ich mich nicht, ihr zu sagen, wie bescheuert ich diese Idee fand. Ich zwang ich zur gemässigteren Variante und fragte:  „Und wofür soll das gut sein?“. Sie schmunzelte und meinte, ich sollte es doch einfach mal ausprobieren und nächste Woche berichten.

So stand ich nun – pflichtbewusst und kopfschüttelnd – vor meinem voll belegten Stewi und bewältigte brav die Kategorie Socken. Nach einer Woche war der Stewi leer und ich konnte ihn das erste Mal, seit ich einzogen war, versorgen. Feine Sache, dachte ich erfreut. Und natürlich wäre es effizienter gewesen, gleich alles am Stück zu versorgen, die vergangenen Monate hatten mir lebhaft bewiesen, dass dies ganz einfach nicht passieren würde. So war eine Woche Stewi statt drei ein kleiner Erfolg. Und ein Schritt in die richtige Richtung.

Was möchte ich damit sagen: Wenn Ihnen das eine oder andere Beispiel bekannt vorkommt und Sie sich einfach nicht aufraffen können, das längst Notwendige anzupacken, überlegen Sie sich mal, mit einer kleinen Einheit zu beginnen. Nicht Wohnung, nicht Zimmer, nicht Schrank, nicht Zügelkiste. Bleiben wir beim Alltäglichen: Dem Stewi. Und wenn Ihr Anlasser streikt, bin ich gerne Ihr Starthilfekabel. Sie werden sich wundern, was das für Energien frei setzt.

Stewi = Wäschetrockner (siehe Bild)

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Vom Chaos zur Übersicht

Vom Chaos zur Übersicht

Es ist gar nicht so schwer, Ordnung zu haben. Und das dauerhaft. Sie glauben mir nicht? Wie bei so vielen Dingen im Leben wundern wir uns, warum wir uns so schwer getan haben. Jetzt, wo wir wissen, wie es geht. Und dass es einfacher ist, als Sie jetzt vielleicht denken, soll Sie zusätzlich motivieren.

Räumen Sie einen Tisch frei oder machen Sie eine Auslegeordnung auf dem Boden. Nehmen Sie sich den ersten Stapel zu Brust und ordnen Sie jedes einzelne Blatt Papier einem Thema zu. Nach ein paar Zentimetern Papier wird klarer, welches Ihre häufigsten Themen sind. Legen oder kleben Sie ein Post-it mit dem entsprechenden Begriff vor den Stapel, so dass Sie nicht jedes Mal überlegen müssen, was wo hingehört.

So machen Sie weiter, bis der ganze Stapel verteilt ist. Ob Sie Ordner oder Hängemappen bevorzugen, spielt nicht so eine Rolle. Wichtig ist, dass Sie das System aussagekräftig beschriften. Diverses oder Allgemeines sind tabu! Auch in der Hängemappe lässt sich innerhalb des Themas eine Struktur aufbauen, in dem Sie eine Unterteilung mit Sichthüllen machen, die Sie aussen beschriften.

Probieren Sie’s aus. Gerne beantworte ich Ihre Fragen dazu.