Was Hänschen nicht lernte, lernt Hans noch locker.

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Was hast du für Erinnerungen aus deiner Kindheit zum Thema Aufräumen? Ja, ich weiss, lang ist‘s her. Und doch gibt es Erlebnisse, die dich prägen und bis in die Erwachsenenzeit begleiten. Möglicherweise ohne dass dir die Zusammenhänge bewusst sind. Ich hatte eine Kundin, die alles behalten wollte. Und zwar nicht nur in einer Version, sondern am liebsten zwei- oder gleich dreifach.

Ich fragte sie, was ihr Beweggrund dafür sei. Sie wusste es nicht. Ein paar Stunden später schaute sie sich in einer Zeitschrift ein Inserat an und hatte ein Flash-Back! Sie erinnerte sich ganz deutlich daran, dass ihre Mutter während ihrer Abwesenheit Zeichnungen und Spielsachen verschwinden liess, die nie mehr auftauchten, egal, wie sehr sie danach verlangte. Und so begann sie, so bald sie ihre eigene Wohnung hatte, mehr und mehr Dinge zu horten, für alle Fälle.

Kaum hatte sie das erkannt, konnte sie massenweise Gegenstände loslassen, die sie seit Jahrzehnten sammelte, weil sie spürte, dass sie sicher war, dass ihr niemand mehr etwas wegnehmen würde, ohne dass sie es erlaubte. Und dass es nicht mehr nötig und angemessen war, sich so zu verhalten wie damals. Sie konnte alle „Zwillinge“ und „Drillinge“ loslassen und sich gar von massenweise Sachen trennen, die sie nur deshalb gehortet hatte. Sie braucvhte sie nicht mehr, sie gehörten nicht mehr zu ihr – und sie durfte sie liebevoll verabschieden.

 

Was passiert, wenn man seine eigenen Spielregeln ändert.

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Montagabend habe ich immer zur gleichen Zeit ein Telefoncoaching mit einer Dame in den Sechzigern aus dem Baselbiet, die ihre Dachwohnung entrümpeln möchte. Wobei MÖCHTE vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck dafür ist. Nachdem sich Handwerker angekündigt haben, ist aus dem WOLLEN und DÜRFEN ganz akut ein MÜSSEN geworden. Es geht um’s Image.

Jedenfalls hat sie einen festen Plan, an den sie sich hält: Einmal pro Woche ist Aufräumtag. Und damit hat sie vielen Leuten schon etwas voraus, mit dem Plan, meine ich. Letzte Woche rief sie mich wie vereinbart an und erzählte mir, warum sie überhaupt nicht zum Aufräumen gekommen sei. Wobei sie sich natürlich nicht zu rechtfertigen braucht. Doch es war ihr wichtig, mir zu schildern, wie ihr Tag verlaufen war. Sie hatte am Morgen länger geschlafen als üblich und nach dem ersten Kaffee den Briefkasten geleert. Dort fand sie die Abrechnung der letzten Heizperiode, welche von ihrer Verwaltung mit Verspätung zugestellt worden war. Dass sie eine Nachzahlung zu leisten hatte regte sie auf, zumal die Akontokosten massiv angehoben worden waren.

Dazu kam, dass die Auflistung nach ihrer Meinung nicht korrekt war. Sie suchte – und das ziemlich lange – die Unterlagen vom Vorjahr hervor und verglich die Zahlen, was einige Zeit in Anpruch nahm. Dazu unterhielt sie sich mit mehreren Nachbarn, wobei sich herausstellte, dass diese allesamt eine Gutschrift erhalten hatten, was ihr ebenfalls suspekt war. Ein Telefon an die Verwaltung mit einer leider nicht sehr kompetenten Mitarbeiterin vertrödelte weitere 20 Minuten. Und so ging es weiter bis Mitte Nachmittag.

Das Resultat: Meine Kundin war genervt, hatte nichts aufgeräumt bzw. bei der Suche zusätzliche Zwischenstapel produziert, kein Mittagessen zu sich genommen, die vereinbaren kurzen Pausen (10 Minuten pro volle Stunde) komplett vergessen und dazu plagten sie Kopfschmerzen. „Dieser Tag war mal wieder völlig für d Füchs!“, meinte sie und legte eine erwartungsvolle Pause ein. Ich wartete und als sie merkte, dass ich keine Antwort gab (es hatte ja auch niemand eine Frage gestellt), doppelte sie nach: „Wie soll ich so vorwärts kommen?“

Ich fragte sie, ob es die Möglichkeit gebe, dass sie am kommenden Tag einen Teil des Aufräumens nachholen würde? „Unmöglich. Am Dienstag mache ich xx, am Mittwoch yy, am Donnerstag zz und am Freitag geht es eh nicht. Normalerweise würde sie so Bürogschmäus immer am Wochenende erledigen.“ Ich fragte sie, warum sie nicht bis dann gewartet hatte und schmunzelte schon in mich hinein (ich hätte es nämlich auch nicht gemacht :-). „Es war mir zu wichtig und ich wollte das erledigt haben.“ Eine gute Haltung fand ich, doch leider hatte das Miniprojekt Dimensionen angenommen, mit denen sie nicht gerechnet hatte. „Wie wäre es gewesen, wenn Sie statt so lange nach der Abrechnung zu suchen gleich der Verwaltung angerufen hätten, um sich an einem anderen Tag einen Termin geben zu lassen (liegt zwei Busstationen entfernt, wie sie mir verriet) und gleich einzuflechten, dass sie gerne erklärt haben möchten, wie die Abweichung gegenüber dem Vorjahr zustandegekommen sei?“ Daran hätte sie gar nicht gedacht, meinte sie dazu.

Und was wäre schlimm daran, wenn sie diesen einen Tag halt einfach „abschreiben“ würde und in der Rubrik „gut gestartet und völlig woanders gelandet“ ablegen würde in ihrem Kopf?

Das brachte sie dann doch ein wenig ins Grübeln. „Sie wollen damit sagen, ich sei selber schuld?“, fragte sie etwas kleinlaut. Ich erklärte ihr, dass sie sich das mit der Schuld abschminken könne, das helfe niemandem. Es gehe mir mehr darum, dass sie sich selber offenbar keinen Spielraum gelassen habe. Der fixe Plan war, aufzuräumen. Das hatte sie offensichtlich nicht gemacht – im Gegenteil. Das sei eine Entscheidung. Statt den Brief beiseite zu legen, habe sie begonnen, die Unterlagen von letztem Jahr zu suchen, obwohl sie vermutet hatte, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Das sei die nächste Entscheidung, die sie getroffen habe. Nachdem das Vergleichen und Nachrechnen nichts gebracht hatte, hätte sie sich an ihre Nachbarn auf der Etage gewendet und hätte mit diesen das Thema intensiv diskutiert. Auch eine Entscheidung. Und dann 20 Minuten mit der Frau von der Verwaltung verbracht, obwohl sie schon zu Beginn merkte, dass die gute Dame nicht wirklich durchblickte. Schon wieder eine Entscheidung gefällt. So zog sich der Tag dahin, die Chose wurde je länger je unerfreulicher, der Energiepegel sank, die Laune ebenfalls und der Frust darüber, dass das Aufräumen flach gefallen war, war grenzenlos.

Natürlich ist es einfach, zurückzublicken und dies zu erkennen, vor allem, wenn wir Aussenstehende sind. Und doch kann es hilfreich sein, mal zu schauen, wo die ganze Zeit hingekommen ist. Und wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, ist es manchmal vielleicht sogar ganz praktisch, dass uns etwas dazwischenkommt oder sagen wir besser, wir etwas dazwischen lassen, das unseren Plan durchquert. Und das ist nicht böse gemeint, das ist menschlich. Wenn wir so fest an unserem Vorhaben festhalten, uns zeitlich keinen Spielraum und keine Alternative gönnen, wird es eng – für unser Vorhaben und speziell in unserem Kopf; das muss ja weh tun.

Wenn bei dir das nächste Mal nicht alles nach Plan läuft – dann mach‘ dich nicht noch selber fertig und runter. Hast du es eilig, gehe langsam, heisst es nicht umsonst.

Letzthin fragte mich jemand, was ich denn mache, wenn ich so viel Arbeit habe, dass ich nicht mehr wisse, wo mir der Kopf steht? 10 Minuten Pause.

Warum es um mehr als nur Aufräumen geht.

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Aufräumen hört sich ziemlich langweilig an, um nicht zu sagen öde. Die meisten Menschen mögen allein das Wort nicht. Es erinnert sie an so vieles, das sie nicht auf die Reihe kriegen – und wer mag das schon?

Sich Unterstützung zu holen für etwas so Banales und dafür noch Geld zu bezahlen, erscheint vielen Menschen suspekt. Wenn ich in den vergangenen Jahren als professioneller AufräumCoach etwas lernen durfte, dann, dass diese langweilig anmutende Tätigkeit, die dich so viel wertvolle Zeit kostet, sehr viel mehr beinhaltet, als du es auf den ersten Blick erahnen würdest und dass die Wirkung des Aufräumens auf unser gesamtes Leben masslos unterschätzt wird.

Privaträume

Stell‘ dir mal ein Haus vor: Der Keller ist ein Symbol für deine Wurzeln, deine Vergangenheit, in der Mitte der Wohnraum und zuoberst der Estrich oder das ausgebaute Dachgeschoss stehen stellvertretend für deine Gedanken und deine Zukunft. Klingelt es schon? Wie viel Ballast schleppst du aktuell mit dir herum? Und wundert es dich noch, dass du nicht in die Gänge kommst? Nicht nur zuhause, sondern überhaupt in deinem Leben? Spannend ist auch der Eingangsbereich: Komm‘ mal so rein, als ob du ein willkommener Besucher wärest und schau‘ dich um. Was siehst du als Erstes, wenn du durch die Haus- oder Wohnungstür schreitest, was begrüsst dich und heisst dich willkommen?

Büros

Mehr als 10 % der Arbeitszeit werden vergeudet, um nach den richtigen Unterlagen zu suchen. Das sage nicht ich, sondern das hat das renommierte Fraunhofer Institut in Deutschland herausgefunden. Bei einer 40 h-Woche ist das ein 1/2 Tag!

Wie Aussen so Innen, hast du bestimmt schon oft gehört und gelesen. Und genau so ist es. Aufräumen setzt ungeahnte Energie frei. Be-freit im wahrsten Sinne des Wortes. Und gemeinsam finden wir den Weg, damit es nicht nur alle Schaltjahre zum Erfolgserlebnis wird, sondern du dein Mass an Ordnung und Übersicht findest, das du brauchst, um dich wohl zu fühlen – und das ganz easy.

PS: Das obige Mandala hat der verstorbene Vater meines Mannes gemalt. Danke, dass ich es verwenden darf.

15 Minuten wirken Wunder!

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Setz‘ dich erst mal hin, geniesse die Ruhe und einen feinen Schluck deines Lieblingsdrinks. Jetzt, wo es wärmer wird, ist das Thema Aufräumen vielleicht grad nicht so deine oberste Priorität. Doch du weisst ja, der perfekte Moment ist immer jetzt. 🙂

Gilt es doch, den Kleiderschrank auf luftig-leicht und farbenfroh umzupolen. Was sich spielerisch leicht anhört, führt gerne zu Stress. Wenn es dir schwer fällt, dich zu entscheiden, was du zu deiner Sommergarderobe erküren sollst und wie du sie am besten einordnest, damit es übersichtlich bleibt, bist du bei mir richtig. Dafür brauchst du keinen ganzen Tag Coaching, da reichen oft schon 15 Minuten und du bist wieder auf Kurs. So bleibt dir noch ganz viel Zeit, den Sommer zu geniessen. Aufräumen soll mehr so im Vorbeigehen passieren, je rascher du das erledigt hast, desto mehr wertvolle Zeit hast du für das lang ersehnte Treffen mit deiner besten Freundin, den faulen Nachmittag im Schatten deines Gartens mit einem guten Buch oder einen erfrischenden Schwumm in deinem Lieblingsgewässer.

Natürlich darfst du das Online-Coaching auch für andere Themen buchen, die dir auf dem Magen liegen. Gönn‘ dir eine kreative Pause mit mir. Du entscheidest, was du lieber magst: ein Gespräch übers Telefon oder via Skype. Falls du Skype noch nicht kennst, findest du hier detaillierte Infos zu diesem weltweit kostenlosen Onlinedienst, der am PC, am Laptop und auch übers Smartphone als App funktioniert.

Teile mir drei Wunschtermine (ohne Dienstag) mit und ich melde mich bei dir.

Neue Fragen braucht der Mensch.

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Gerade noch schien das Aufräumen meine grosse Passion zu sein und unverhofft fand ich mich in einer Wohnung wieder, mit einem Kunden, der verzweifelt nach einem System suchte, um sein Home-Office aufzuräumen. Er war völlig ratlos und schaute mich mit grossen Augen an.

Ich hörte Sätze, wie

„Ich muss das endlich erledigen.“
„Nicht einmal das kriege ich auf die Reihe.“
„Kein Wunder, dass ich nirgends hinkomme im Leben.“
„Ich finde nie eine Frau, wenn ich ein solcher Chaot bin.“

Statt ihm Tipps zu geben, schlug ich vor, gemeinsam eine Tasse Tee zu trinken. Und da er nicht empfänglich war dafür, seine stressigen Gedanken näher anzuschauen, beschränkte ich mich darauf, zuzuhören. Gerade wollte ich schreiben „einfach“ zuzuhören. Und es wird mir bewusst, dass es nicht „einfach“ im Sinne von „nur“ oder „lediglich“ ist. Zuhören, einem Menschen Zeit schenken, ist etwas vom Wertvollsten, was es gibt.

Ich spürte in mir die Unlust, die Dinge in Ordnung zu bringen, Vorschläge zu machen, wie er es am besten anpacken sollte. Nicht, dass ich mein Know-how nicht mehr dabei gehabt hätte, nein. Alles noch da. Doch es schien mir nicht den Kern der Sache zu treffen. Und doch unternahm ich diverse Anläufe, ihn dafür zu motivieren: „So, jetzt packen wir’s aber an!“. Fehlanzeige.

Wir hatten keinen Stapel bewegt, auch das Pult war Jahre entfernt von papierfrei. Und der Kunde glücklich. Er brauchte keine Tipps, er brauchte ein offenes Ohr.

Konnte es so einfach sein? Sich vom Chaos im Aussen abzuwenden und nach Innen zu schauen? Und jedes Mal, wenn ich meine, etwas müsste anders sein, als es gerade ist, eine Pause einzulegen und in mich rein zu spüren: Was ist mir wirklich wichtig? Einfach mal angenommen, es ginge nur um mich und ich müsste niemandem gefallen, nicht einmal mir selbst? Anerkenne, dass du perfekt bist, wie du bist. Und alle Antworten sind in dir.

Räum‘ den Kopf auf statt die Wohnung.

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Das hört sich jetzt doch mal vielversprechend an. Lassen wir Byron Katie, die The Work kreiert hat, zu Wort kommen.

„Die ganze Welt wird Ihnen sagen, Sie sollten nicht schlampig sein. Das ist unsere Religion. Doch so sehr uns die Vorstellung »Ich sollte nicht schlampig sein« auch straft, Erfolg ist ihr nicht beschieden. Ein schlampiger Geist führt ein schlampiges Leben. Es ist hoffnungslos, wenn Sie versuchen, Ihre Wohnung, Ihr Büro, Ihren Schreibtisch aufzuräumen. Aber wenn Sie Ihr Denken aufräumen, bleiben Ihr Büro und Ihre Wohnung mühelos sauber. Sie arbeiten an Ihrem Geist, und Ihr Leben wandelt sich.“ (Byron Katie – Arbeit und Geld).

Schau‘ dich um. Das, was du siehst, ist ein Abbild deines Inneren. Bist du klar im Kopf und in deinen Gedanken, wirst du mühelos den ersten Schritt Richtung Ordnung gehen und auch kein Problem damit haben, diesen erfreulichen Zustand zu erhalten.

Das ist der Grund, weshalb ich das Aufräumen vor Ort mit dem Aufräumen im Kopf – The Work – so erfolgreich kombiniere. Zuerst muss der Gerümpel aus deinen Gedanken verschwinden, der Nebel lichtet sich und du weisst plötzlich sehr genau, wo es für dich lang geht.

Für Menschen, die gerne aufgeräumter wären, jedoch lieber keinen Coach in ihren eigenen vier Wänden möchten oder nicht die Möglichkeit haben, einen externen Berater an ihren Arbeitsplatz einzuladen, für die funktioniert das Coaching perfekt übers Telefon.

Dein Glück liegt einen Gedanken entfernt.