Wie wird frau Personal Coach fürs Business & Zuhause?

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Eine meiner Motivationen, mich selbständig zu machen, war, dass ich auf der Suche nach einem Lebensinhalt war, der es mir erlaubt, einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Etwas, das ich als wirklich wertvoll für andere Menschen betrachte.

Die längere Zeit meines Arbeitslebens war ich damit beschäftigt, mir den Kopf zu zerbrechen, wie ich Produkte meines Arbeitgebers an den Mann und die Frau bringen kann, indem ich die richtigen Formulierungen für Broschüren, Web und Pressemitteilungen textete – Marketing also. Und ja, die Produkte machten auf Ihre Art schon Sinn, einige davon konnten gar Leben retten. Doch tief in mir drin war diese Traurigkeit, dieses tiefe Wissen, dass es das nicht gewesen sein kann.

Ich kündigte meinen Job nach knapp drei Jahren bei einer Firma von Weltruf und genoss ein Coaching. Ich absolvierte mässig motiviert alle Eignungstests und am Schluss resultierte daraus ein Profil, das mir der Coach feierlich präsentierte. „Für dich gibt es nur eine Möglichkeit“, sagte er mir mit strahlendem Lächeln. Und ich war glücklich, endlich wusste jemand, was gut ist für mich, wie praktisch. Und es war mir fast egal, was er mir vorschlagen würde, Hauptsache, die Suche hatte ein Ende. „Mach dich selbständig!“, war sein Rat, der mich völlig unerwartet traf. „Womit denn, bitte schön?“, fragte ich zurück. Darauf meinte er: „Etwas kannst du ja auch noch dazu beitragen. Geh nach Hause, überleg dir, was kannst du ausserordentlich gut, wofür wurdest du von Chefs und Kollegen hoch geschätzt oder gar bewundert.“ Tja, da sass ich nun, ratloser als je zuvor.

Ich stieg völlig verwirrt in den Bus nach Hause und machte, wozu er mir geraten hatte. Und plötzlich war da eine scheue Idee: Genau, in den vielen Projekten, in denen mitarbeiten durfte, sassen oft viel höher qualifizierte Kollegen. Doch daraus zu schliessen, dass sie dank ihres langen Bildungsweges und ihrer Qualifikation automatisch die Gabe hätten, sich gut zu organisieren, jederzeit den aktuellen Stand abrufen könnten, weit gefehlt. Ich bin jedenfalls bei meinen vielen Vorstellungsgesprächen nie gefragt worden, ob ich mich gut organisieren und meine Zeit effizient und effektiv einteilen könne. Und wer würde schon mit Nein antworten?

Und so war sie geboren, meine Idee. Ich wollte Menschen das weitergeben, was für mich seit Jahrzehnten Tag für Tag funktionierte, mir Zeitinseln frei liess, von denen andere nur träumten und das mit einem Mäppchen auf dem Schreibtisch, der aktuellen Arbeit.

Heute bin ich stolz, dass ich in den vergangenen sechs Jahren Menschen aus 42 unterschiedlichen Branchen die Unterstützung geben durfte, die ihnen entspricht – und ja, es darf auch mehr als ein Mäppli auf dem Tisch liegen :-).

Mylène Alt – Personal Coach für Ihr Business & Zuhause